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Kornkreise? Nein, Sandkreise!

Im Kampf gegen die Flut: Der Kalifornier Andres Amador kritzelt mit einem Rechen wunderbare Werke in den Sand.

Mit einem Rechen in der Hand und der Imagination im Kopf arbeitet Andres Amador an seinen Kunstwerken. Im Sand bei Ebbe, immer im Kampf gegen die Zeit. So kann es sein, dass er noch an seinem Werk arbeitet und zeitgleich das landwärts fliessende Wasser sein Werk zerstört.

Nicht überraschend, dass der in San Francisco lebende Künstler von Kornkreisen inspiriert wurde – doch auch sein Studium der antiken Architektur und Geometrie haben ihn beeinflusst. «Unsere Vorfahren haben mit sehr einfachen Werkzeugen gearbeitet, doch grossartiges geometrisches Denken bewiesen», sagt Amador.

Zwei Stunden pro Werk

2004 hat er mit seinen Sandkünsten begonnen, mittlerweile hat er sich verschiedene Stile angeeignet und Hunderte von Bildern in den Sand gekritzelt. «Die genaue Zahl habe ich vergessen», so Amador. Dieses Jahr hat sich der Künstler einen Helikopter mit Kamera angeschafft, um den Fortschritt seiner Arbeit zu verfolgen, aber auch, um aus völlig anderen Perspektiven Fotos zu schiessen.

Zwei Stunden gibt er sich pro Werk. Hat er Helfer zur Seite, dann kann er in grösseren Sphären denken und sich an ambitiösere Bilder wagen. Gewöhnlich reichen ihm modifizierte Rechen für seine Arbeit, manchmal, bei besonders anspruchsvollen Figuren, zieht er eine Richtschnur herbei. Nicht mehr.

Auf der Suche nach dem perfekten Foto

Die Unbeständigkeit ist Teil seiner Arbeit – deshalb hat er sich damit abgefunden, dass die Wellen seine Kunstwerke wieder fressen. Trotzdem: Ist das Werk vollendet, ist Amador auf der Suche nach dem perfekten Foto.

Mittlerweile kann Amador von seiner Leidenschaft leben. Er verkauft Bücher, wird für Festivals in Frankreich oder England gebucht und BBC, CNN oder der Discovery Channel berichten in Beiträgen über den 42-Jährigen.

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