Zum Hauptinhalt springen

Zwei Minuten und 29 Sekunden Tradition

Tausende Spanier sind am Wochenende in Pamplona mit mächtigen Stieren um die Wette gerannt. Die gestrige Stierhatz durch die Altstadt gilt als Höhepunkt – und dieser war ganz schnell vorbei.

Tradition trotz ängstlichen Gesichtern: Spanier rennen in Pamplona mit den wilden Stieren um die Wette.
Tradition trotz ängstlichen Gesichtern: Spanier rennen in Pamplona mit den wilden Stieren um die Wette.
Keystone

Tausende Wagemutige sind am Wochenende bei der traditionellen Stierhatz im spanischen Pamplona wieder mit den mächtigen Tieren um die Wette gerannt. Dabei wurden zehn Personen verletzt.

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen des San-Fermin-Festivals wurde am vierten Tag der jährlichen Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons der Stadt jedoch keiner der Läufer von den Stieren auf die Hörner genommen. Am Samstag wurde einem Mann nach Krankenhausangaben das linke Bein durchbohrt.

Ausrutscher gleich zu Beginn des Rennens

Der gestrige Lauf gilt traditionell als der Höhepunkt der acht Rennen, weil an diesem Tag die mächtigen Stiere der Miura-Zucht die Massen durch die Gassen der historischen Altstadt jagen. Die Tiere dieser Zucht gelten als die grössten Kampfstiere Spaniens. 3500 Läufer wagten sich nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders TVE am Sonntag auf die 850 Meter lange Strecke vom Gehege ausserhalb der mittelalterlichen Stadtmauer zur Stierkampfarena.

Gleich zu Anfang des Sonntagsrennens rutschte einer der Läufer aus und wurde von der heranstürmenden Herde überrannt. Ein weiterer Läufer stolperte etwa auf der Hälfte des Weges und die Zuschauer konnten beobachten, wie er von durch die Luft wirbelnden Hufen getroffen wurde. Zehn Personen seien wegen kleinerer Verletzungen behandelt worden, teilte das Navarra-Krankenhaus mit. Neun von ihnen, Spanier im Alter von 19 bis 41 Jahren, blieben zur Beobachtung vorerst in der Klinik.

695 Kilogramm

Nur zwei Minuten und 29 Sekunden dauerte die gestrige Stierhatz. Sie wäre sogar noch früher zu Ende gewesen, hätte nicht ein Nachzügler noch versucht, einige der Helfer auf die Hörner zu nehmen, bevor er ins Gehege geleitet werden konnte. Der schwerste Stier war ein schwarzes Tier mit einem Gewicht von 695 Kilogramm und selbst der leichteste der Stiere wog noch 540 Kilogramm.

dapd/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch