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Sogar der Ministerpräsident trägt Jogginghose

Für Jugendliche aus dem Balkan strahlt das Kleidungsstück eine archaisch-coole Männlichkeit aus – Spurensuche in der Urheimat der Jogginghose.

Legeres Outfit für coole Typen: Der sportliche Aufzug gehört im Balkan – und darüber hinaus – unterdessen zum Strassenbild. Foto: Jan-Philipp Strobel (dpa)
Legeres Outfit für coole Typen: Der sportliche Aufzug gehört im Balkan – und darüber hinaus – unterdessen zum Strassenbild. Foto: Jan-Philipp Strobel (dpa)

Es ist ein Klischee – trotzdem aber nicht selten wahr: Kleider machen Leute. Am besten kann man das an einem Sonntagnachmittag auf Schweizer Bahnhöfen beobachten. Hier die Eidgenossen, die nach einer Wandertour eilig aus den Zügen steigen. Sie tragen wärmeregulierende, atmungsaktive, oft signalrote und selbstverständlich wasser- und windabweisende Funktionskleidung. Dort muskelbepackte Kerle in Nylonjacken, engen T-Shirts und Trainerhosen, die sich im sogenannten Jugo-Deutsch unterhalten, Kebab essen oder lässig eine Zigarette im Mundwinkel klemmen haben, sie ist so etwas wie der orale Stinkefinger der angeblich dresscodemässig Abgehängten. Nun hat sich der albanische Ministerpräsident Edi Rama demonstrativ auf die Seite der trainerhosentragenden Fraktion geschlagen. Während eines Fernseh-Interviews trug der Künstler wie selbstverständlich eine Trainerhose mit dem berühmten «Drei-Streifen»-Logo.

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama in seinem vom Erdbeben zerstörten Büro in Tirana.
Der albanische Ministerpräsident Edi Rama in seinem vom Erdbeben zerstörten Büro in Tirana.

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