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«Man schaut die Grafik an und denkt: Oh, Gott»

Das Christentum in der Schweiz zerfällt – rapide. Das zeigen neu veröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Statistik. Dazu Theologe Niklaus Peter.

An Sonntagen ists hier etwas voller: Blick in die Fraumünsterkirche in der Stadt Zürich.

An Sonntagen ists hier etwas voller: Blick in die Fraumünsterkirche in der Stadt Zürich.

(Bild: Keystone)

Stirbt das Christentum in der Schweiz aus? Gehts weiter wie bisher, gibts 2060 in der Stadt Basel keine Christen mehr.
Man schaut die Grafik an und denkt: Oh, Gott. Diese Zahlen sind unschön, das ist klar. Doch muss man differenzieren. Das sind ja nicht alles Kirchgänger, die uns davongelaufen sind. Es gibt auch noch andere Faktoren. Die Migration zum Beispiel kam uns Christen kaum zugute. Dazu kommt eine geringe Geburtenrate, zumal unter Protestanten. Und dann leiden wir seit 1968 unter einer sehr ungünstigen kulturellen Grosswetterlage, die vielen den Zugang zur Kirche verschliesst, bevor sie sich überhaupt mit ihr auseinandersetzen konnten. Steuerberater liefern ihren Kunden mittlerweile die Austrittsdokumente mit, damit sie sich die Kirchensteuer sparen können. Und sogar bei uns Reformierten treten Menschen aus der Kirche aus, weil sie mit dem Papst nicht einverstanden sind.

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