Zum Hauptinhalt springen

Familie als Hort der Liebe und Geborgenheit

Ist Familienglück eine Illusion? «Familie ist ein Nehmen und Geben – aber ohne Gewähr auf einen Return on Investment», sagt Psychologin Pasqualina Perrig-Chiello.

Erforscht Generationenbeziehungen: Pasqualina Perrig-Chiello, Professorin am Instititut für Psychologie an der Uni Bern.
Erforscht Generationenbeziehungen: Pasqualina Perrig-Chiello, Professorin am Instititut für Psychologie an der Uni Bern.
Andreas Blatter
In der Blase der Stille: Weil Vater und Mutter immer ein wenig schlechter hören, kommt es mir vor, als kämen sie mir schleichend abhanden. Wer schlecht hört, wird unerreichbar, als wäre er  in sich selber eingesperrt. Bisweilen sitzen mein Vater oder meine Mutter unbeteiligt unter quatschenden Leuten, als wären sie einsam. Ich schäme mich, wenn ich sie ungeduldig und genervt anschreie.
In der Blase der Stille: Weil Vater und Mutter immer ein wenig schlechter hören, kommt es mir vor, als kämen sie mir schleichend abhanden. Wer schlecht hört, wird unerreichbar, als wäre er in sich selber eingesperrt. Bisweilen sitzen mein Vater oder meine Mutter unbeteiligt unter quatschenden Leuten, als wären sie einsam. Ich schäme mich, wenn ich sie ungeduldig und genervt anschreie.
Karin Widmer
Familie ist, was nicht weggeht, wenn ein Traum endet: Ich bewundere die Disziplin anderer Väter, ihre Konzentration auf elektronische Geräte, auf ihre Arbeit, ihre Frauen, Kinder  und sich selber. Ich hingegen bin als Vater und Ehemann  immer in  Gefahr, zerrissen zu werden vom Zauber der Erotik.   Unanständige Wörter  haben wir mit den Kindern einmal das WC runtergespült. Amouröse Ambitionen wird man nicht so leicht los.
Familie ist, was nicht weggeht, wenn ein Traum endet: Ich bewundere die Disziplin anderer Väter, ihre Konzentration auf elektronische Geräte, auf ihre Arbeit, ihre Frauen, Kinder und sich selber. Ich hingegen bin als Vater und Ehemann immer in Gefahr, zerrissen zu werden vom Zauber der Erotik. Unanständige Wörter haben wir mit den Kindern einmal das WC runtergespült. Amouröse Ambitionen wird man nicht so leicht los.
Karin Widmer
1 / 6

Im Rahmen des Familiensommers haben wir sechs wahre Geschichten über familiäre Schattenseiten (siehe Bildstrecke) erzählt. Kränkungen, Einsamkeit und Frustration kamen in den Protokollen zum Vorschein. Ist Familienglück eine Illusion?

Frau Perrig-Chiello, was ist Ihnen beim Lesen der sechs anonymen Ich-Protokolle über die Schattenseiten der Familie aufgefallen?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.