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Süssstoff mit bitterem Nachgeschmack

Künstliche Süssstoffe statt Zucker? Für Diabetiker und Linienbewusste gibt es jetzt eine anscheinend natürliche Alternative: Stevia. Was ist dran am kalorienfreien Süsskraut?

Stefan Aerni
Pflanzlicher Zuckerersatz mit Fragezeichen: Produkte, die mit Bestandteilen der Steviapflanze gesüsst sind, gibts nun auch in Grossverteilern.
Pflanzlicher Zuckerersatz mit Fragezeichen: Produkte, die mit Bestandteilen der Steviapflanze gesüsst sind, gibts nun auch in Grossverteilern.
Stefan Anderegg

Wer durch die Regale der Grossverteiler streift, stösst immer öfter auf Stevia. Der exotisch klingende Name prangt mittlerweile auf so traditionellen Produkten wie Müesli, Eistee oder Hustenbonbons und sorgt wohl bei vielen Konsumenten für Stirnrunzeln. Stevia, was ist denn das?

Kein Wunder. Das Süssungsmittel, das aus der südamerikanischen Steviapflanze gewonnen wird, ist hierzulande erst seit knapp zwei Jahren zugelassen. Die Pflanzenblätter hingegen dürfen wegen gesundheitlicher Vorbehalte nach wie vor nur in Ausnahmefällen vermarktet werden (siehe Kasten). Diese rechtlich verworrene Lage mag dazu beitragen, dass etwas Geheimnisvolles das Süsskraut umrankt, ähnlich wie bei den Hanfpflanzen. Stevia war denn auch lange Zeit nur in Drogerien, Reformhäusern oder übers Internet zu bekommen – deklariert als Hausmittel oder zuweilen gar als Badezusatz.

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