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Der coole Bruder des sauren Mosts

Cidre ist in der Schweiz immer noch ein Nischenprodukt. Allerdings gibt es immer mehr Produzenten.

Am Anfang jedes heimischen Cidres stehen Schweizer Äpfel. Foto: Thomas Burla

Am Anfang jedes heimischen Cidres stehen Schweizer Äpfel. Foto: Thomas Burla

Claudia Schmid@zueritipp_

Tobiässler, Gelbmöstler, Waldhöfler, Surgrauech, Blauacher, Knollbirnen: Diese traditionellen Apfel- und Birnensorten, die man an unbehandelten Hochstammbäumen in der Ostschweiz findet, haben nicht nur schmucke Namen. Sie eignen sich auch bestens, um Cidre herzustellen. Das beweist Markus Ruch. Der bekannte Winzer aus Klettgau SH hat mit seinem Freund und Geschäftspartner Beni Oswald im vergangenen Jahr eine Mosterei gegründet. Im Alten Wachtposten in Neunkirch haben die beiden ihre ersten 5000 Flaschen abgefüllt. Dafür wird Tafelobst geerntet, gepresst und an den wilden Hefen vergoren. In der Flasche wird der Cidre einer zweiten Gärung unterzogen und reichert sich mit natürlicher Kohlensäure an. Dieser Prozess dauert von September bis Mai. Von Jahr zu Jahr sollen unterschiedliche Verschnitte entstehen, je nach verfügbaren Obstsorten. Damit unterscheidet sich dieser handwerklich hergestellte Cidre klar vom sauren Most, der meist aus Fruchtkonzentrat hergestellt, karbonisiert und pasteurisiert wird.

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