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Eine sonderbare Reise durch das Reich der Kims

Besucher von Nordkorea fühlen sich wie in einem Propagandafilm. Mit der einheimischen Bevölkerung kommt man nicht in Kontakt – ausser mit jenen Leuten, die einen auf Schritt und Tritt überwachen.

Nordkorea ist ein Land zwischen «Truman Show» und «Casino» – rund um die Uhr wird man überwacht und abgehört, ein Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten wird «arrangiert», und mit der Bevölkerung kommt man gar nicht in Kontakt. An aufmerksamen Reisegefährten allerdings mangelt es nicht: Frau Kim und Herr Ljiu sind unsere «Reiseführer», wie die ständigen Begleiter im Reiche Kims genannt werden, und erzählen uns das, was die Propaganda lehrt. Chauffiert werden wir in einem Minivan – der Chauffeur heisst auch Kim –, und diese Fünfergruppe ist für eine Woche zur Reisegemeinschaft vereint.

Zwei Hotels gibt es für Touristen in Pyongyang – wir landen im Yanggakdo, auf einer kleinen Halbinsel des Dädong-Flusses, und dürfen dieses «auf keinen Fall» allein verlassen. Wir könnten uns «verlaufen», befürchten unsere Reiseleiter. Vom Nachttisch mit zwei kleinen Lampen und einem Radio führen 26 Kabel weg, und ein Zimmerwechsel ist – obwohl man kaum jemanden in den Gängen des 47-stöckigen Hotelklotzes sieht – «leider nicht möglich».

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