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Darf der Staat Hungerstreikende sterben lassen?

Ist eine Massnahme oder deren Verweigerung verhältnismässig?

Am 20. April berichtete der TA, dass die Zuger Behörden erstmals einen Häftling sterben liessen, der im Hungerstreik war. Im Unterschied zum Walliser «Fall Rappaz» wurde auf eine Zwangsernährung verzichtet, nachdem der Zuger Häftling eine entsprechende Gefangenenverfügung unterschrieben hatte. Selbst wenn es der Wunsch des Gefangenen war, quält mich die Frage, ob der Staat Hungerstreikende sterben lassen darf. Wie sehen Sie das?

Liebe Frau S. Zwei Prinzipien vereinigen sich hier zu einer erschreckenden Melange kaltschnäuziger Rationalität und zynischem Legalismus. Das erste dieser Prinzipien lautet: Der Staat darf sich nicht erpressen lassen. Das zweite: Das Selbstbestimmungsrecht des Gefangenen bricht die Fürsorgepflicht des Staates.

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