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SCL Tigers weiter im TiefLangnau hat den Blues

Die Emmentaler verlieren in Zug 1:5 – es handelt sich um die sechste Niederlage in Folge. Aber: Sie haben die Chance, das Jahr nicht auf dem letzten Platz abzuschliessen.

Wieder nichts: Gegen den EV Zug kassieren die SCL Tigers die sechste Niederlage in Folge.
Wieder nichts: Gegen den EV Zug kassieren die SCL Tigers die sechste Niederlage in Folge.
Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Erik Thorell und Marcus Nilsson sind gute Freunde. Es ist auch dem Zuger Stürmer zu verdanken, dass NilssonLigatopskorer in Schweden in der letzten Saisonden Weg ins Emmental fand. Ein Duell zwischen dem EVZ und den SCL Tigers ist für die beiden also jeweils mit positiven Gefühlen verbunden, weil es die Chance bietet, sich wieder einmal zu treffen.

Wobei am späten Montagabend primär bei Thorell eitel Sonnenschein herrschte. Einerseits, weil die Zuger mit 5:1 auch das zweite Rencontre mit den Langnauern innerhalb von fünf Tagen für sich entschieden. Andererseits, weil Thorell seinen ersten Treffer in dieser Saison markierte. Nilsson dagegen wartet auch nach acht Spielen noch auf sein erstes Tor für die SCL Tigers. Womit er als perfektes Sinnbild für ihre Situation taugt. Der Schwede spielt über weite Strecken gefällig, bedient seine Mitspieler immer wieder mit feinen Zuspielen. Aber: Er trifft nicht. Die SCL Tigers spielen über weite Strecken gefällig, kreieren Chancen – und gingen zuletzt doch immer leer aus.

Petrini trifft wieder

In Zug verlor die Equipe von Rikard Franzén bereits zum sechsten Mal in Folge. Es ist ihre längste Niederlagenserie in dieser Saison. Wobei auch diese Partie in eine andere Richtung hätte laufen können. Weil die SCL Tigers im ersten Drittel frisch aufspielten, gar ein Chancenplus verzeichneten. Marcus Nilsson und Yannick Blaser scheiterten aus bester Position, Alexei Dostoinow hatte Pech, dass Zug-Keeper Luca Hollenstein seinen Schuss im letzten Moment im Nachfassen noch parieren konnte. Aber: Nach 20 Minuten und Toren von Dario Simion und Thorell führte der EVZ 2:0.

Zu Beginn des zweiten Drittels dann scheiterte Langnau-Topskorer Ben Maxwell alleine vor Hollenstein. Ein Tor zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie nochmals neu lancieren können. Doch drei Minuten später traf Grégory Hofmann zum 3:0 – und die Dinge nahmen für die SCL Tigers ihren gewohnten Gang.

Und doch gibt es auch in der Misere Anlass zur Freude im Emmentaler Lager. Der erst 19-jährige Patrick Petrini traf zum dritten Mal in dieser Saison.

Glauser fällt lange aus

Natürlich, den SCL Tigers fehlten mit Andrea Glauser und Sebastian Schilt gleich zwei Stammverteidiger. Das wiegt bei diesem Kader schwer. Immerhin dürfte Letzterer in rund zehn Tagen wieder mittun, aber Glauser wird mit einem Handgelenksbruch sechs bis acht Wochen ausfallen.

Vorerst geht es für die SCL Tigers am Mittwoch darum, dieses spezielle Jahr würdevoll abzuschliessen. Denn: Mit dem SC Bern gastiert tatsächlich ein Gegner auf Augenhöhe in der Ilfishalle. Mit einem Sieg könnte Langnau die rote Laterne an den SCB abgeben.