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Konzert Theater Bern: Neue Tanzchefin kommt aus Weimar

Stephan Märki, der neue Direktor von Konzert Theater Bern (KTB), macht eine Frau zur Leiterin der Sparte Tanz, mit der er bereits in Weimar zusammengearbeitet hat: Die Chilenin Estefania Miranda wird kommende Saison neue Tanzchefin in Bern.

Estefania Miranda ist die neue künstlerische Leiterin der Sparte Tanz am Konzert Theater Bern.
Estefania Miranda ist die neue künstlerische Leiterin der Sparte Tanz am Konzert Theater Bern.
Beat Mathys

Dieser Personalentscheid komplettiere die künstlerische Neuausrichtung von Konzert Theater Bern, erklärte Märki. Mit Estefania Miranda und der Compagnie «werden wir den Tanz international etablieren und zugleich in der Stadt neu verankern.»

Miranda will «genre- und spartenüberschreitende Tanzkunst in Bern, die Risiken eingeht», wie sie erklärte. Die Chilenin wird Nachfolgerin von Cathy Marston, deren Vertrag im Sommer 2013 endet. Das Ensemble will Miranda, die Marstons Arbeit ausdrücklich lobte, mindestens zur Hälfte übernehmen.

Sie werde noch entschiedener als dies bisher in Bern geschah auf zeitgenössischen Tanz setzen, sagte sie am Freitag vor den Medien. Ausserdem wolle sie neue Orte in der Stadt bespielen und von Beginn weg sehr eng mit dem Kulturzentrum Dampfzentrale zusammenarbeiten, das ebenfalls seit kurzem unter neuer Leitung steht.

Miranda, deren Alter aus dem publizierten Lebenslauf nicht hervorgeht, war in den vergangenen Jahren Kuratorin für Tanz am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo Märki vor seiner Berufung nach Bern als Intendant wirkte. Bereits 2009 hatte sie zudem eine eigene Compagnie gegründet, die mehrfach auch in der Schweiz auftrat.

Mutigere Tanz-Sparte angestrebt

Durch ihre langjährige Tätigkeit als Tänzerin, Choreographin, Compagnie- und Festivalleiterin verfüge Miranda über ein grosses internationales Netzwerk, die dem Tanz in Bern neue Impulse verleihen werde, heisst es in einem Communiqué von KTB.

Die Ablösung der Tanzchefin Marston war im Mai bekanntgegeben worden. Märki erklärte damals, dass sich Bern im Vergleich mit anderen Städten eindeutig positionieren müsse. Deshalb wolle er versuchen, in der Sparte Tanz noch mutiger zu werden. Marston führt das Ensemble von zwölf Tänzerinnen und Tänzern seit 2007.

«Inhalte sind das Wichtigste»

In der laufenden Saison bietet die Sparte unter der Leitung der Britin noch vier Premieren. Für Aufsehen sorgen dürfte insbesondere «Hexenhatz», eine neues Handlungsballett von Marston über die «letzte Hexe» Anna Göldi, das Ende April uraufgeführt wird.

Vergangene Saison thematisierte Marston das Leben der Berner Grosswildjägerin Vivienne de Wattenwyl. Miranda will hier an die Arbeit ihrer Vorgängerin anknüpfen. «Inhalte sind das Wichtigste», sagte sie. Und lokale Themen, die mit dem Berner Publikum zu tun haben, sollen auch künftig Berücksichtigung finden.

SDA/mas

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