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Der Masturbator

In seinem neusten Soloprogramm spielt Beat Schlatter einen Pornosüchtigen. Weil das Stück die Realität ausklammert, kann man sogar darüber lachen.

Lena Rittmeyer

Einen kurzen Moment des Unbehagens gibt es doch in Beat Schlatters Soloprogramm. Dann, als er Helen, eine Zuschauerin, auf die Bühne bittet, um mit ihr Liebesstellungen durchzuexerzieren. Sie wissen schon: die Bambusspalte, den Tigersprung, die Budapester Beinschere, und wie sie alle heissen.

Helen macht beschämt mit, und das Publikum lacht. Aus Erleichterung, dass es nicht ausgewählt wurde, und auch ein wenig aus Verlegenheit. Es ist ja auch ein schmuddeliges Thema, das sich Schlatter da zusammen mit Regisseur Pascal Ulli ausgesucht hat: Im Theater Stok ist er «pornosüchtig», so der Titel von Ullis Übersetzung des Broadwayhits «The Accidental Pervert».

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