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Yo Man!

Durchzogenes Wetter und durchschnittliche Besucherzahlen am Openair Frauenfeld: 48'000 Fans feierten am grössten Hip-Hop Outdoor-Event Europas drei Tage lang Public Enemy und Co.

William Jonathan Drayton alias Flavor Flav von Public Enemy am Openair Frauenfeld.
William Jonathan Drayton alias Flavor Flav von Public Enemy am Openair Frauenfeld.
Keystone
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«Wir ziehen eine durchwegs positive Bilanz», sagte Joachim Bodmer, Mediensprecher des Openairs Frauenfeld am Sonntagnachmittag. 143'000 Tickets wurden verkauft. Das Festival mit 33 Bands und zahlreichen Parties verlief friedlich.

Auch die Polizei vermeldete abgesehen von kleineren Schlägereien keine grösseren Zischenfälle. «Es kam zu den üblichen Randerscheinungen einer solchen Grossveranstaltung», sagte Rolf Müller, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, am Sonntagnachmittag. Auch im Verkehr sei es zu keinen grösseren Behinderungen gekommen.

Muntere Schüler, müder Snoop Dogg

Viele Fans waren am Freitag - dem vielerorts letzten Schultag vor den Sommerferien - direkt von der Schule aufs Festivalgelände gepilgert. Nach dem Einzug mit Sack und Zelt, Bier und Grill vertrieben sich die Besucherinnen und Besucher die Zeit mit chillen, gamen oder einem Bad in der Thur. Dieses musste man sich allerdings mit einem längeren Fussmarsch durchs Naturschutzgebiet verdienen.

Schon bevor Snoop Dogg kurz vor Mitternacht den Fans einheizte, gingen zahlreiche Regenschauer nieder. «Ich fand die Dusche von oben sehr erfrischend», sagte eine Festival-Besucherin. Allerdings wirkte der Alt-Hip-Hoper, der bereits 2005 in Frauenfeld auftrat, ausser zu Beginn und am Ende seines eineinhalbstündigen Konzerts etwas müde.

Alkohol und Regen in Strömen

Mehr Show gab's am Samstagabend mit Lupe Fiasco oder Deichkind. Richtig los ging's für viele erst nach den Konzerten in der Partyzone. Für Stimmung sorgten bekannte DJs wie Neil Armstrong aus den USA oder Questlove, Schlagzeuger von The Roots, die am frühen Samstagabend auftraten. Der Alkohol floss in Strömen, das Festivalgelände durchwehte Haschisch-Geruch.

In Strömen ging zeitweise auch der Regen nieder. Am meisten regnete es vor dem Start in der Nacht auf Freitag. An den drei Festival-Tagen blieb es tagsüber meist trocken. Abends wurde die Hip- Hop-Gemeinde aber immer wieder nass. Im Gegensatz zu 2009, als es drei Tage durchregnete, gabs immer wieder viel Sonne. Die gesamte Regenmenge war dennoch beträchtlich.

So verwandelte sich das Gelände trotz Holzschnitzeln und Plastikstegen immer mehr in ein glitschiges Schlammfeld. Das störte die Fans aber nicht gross. «Ich war sogar froh, dass es ab und zu eine kühle Dusche gab», sagte eine Besucherin. Laut den Veranstaltern stehen viele Festival-Besucher auf den Schlamm. «Er gehört einfach dazu», sagt Bodmer. In England gebe es sogar Konzertveranstalter, die künstlich Schlamm machen.

Peak erreicht

Mit Hip-Hop, Blackmusic und Parties hat sich Frauenfeld zum grössten Openair der Schweiz und zum grössten Hip-Hop-Event Europas gemausert. Angesprochen werden vor allem junge Fans. Das Durchschnittalter liegt bei 20 Jahren, wie Erhebungen früherer Jahre zeigen. Das letztjährige Festival brach mit insgesamt 148'000 Besuchern und 37,5 Grad alle Rekorde.

Dieses Jahr wurden 143'000 Tageseintritte gezählt (Freitag: 47'000, Samstag und Sonntag: 48'000). Das reicht nicht ganz an den Rekord vom letzten Jahr heran. Aber die Veranstalter sind zufrieden: «Mit knapp 50'000 Besuchern haben wir wahrscheinlich den Peak erreicht und sind das grösste Openair-Festival in der Schweiz», sagte Bodmer.

SDA/phz

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