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Pop-Briefing: Drogen nehmen und rumfahren

Die Grammys mit Tyler, the Creator, eine Playlist in Gedenken an Guz – und elektronischer Calypso.

Pop oder Rap? Nicht nur Tyler, the Creator weiss die Antwort. Foto: Screenshot
Pop oder Rap? Nicht nur Tyler, the Creator weiss die Antwort. Foto: Screenshot

Darüber wird gesprochen

Noch immer über die Grammys. Denn natürlich ist Billie Eilish eine mehr als würdige Siegerin, aber es bleibt auch immer noch das Problem, das die Galaverleihung mit Hip-Hop hat. So wirkte es doch einigermassen komisch, dass Tyler, the Creator für sein Album «Igor», das nicht weniger Pop ist als Billie Eilishs «When We All Fall Asleep, Where Do We Go?», mit dem Preis in der Kategorie Rap abgespeist wurde. Der Leitwolf des Odd-Future-Kollektivs sagte denn auch, dass die Auszeichnung einen faden Beigeschmack habe, weil Musik von schwarzen Künstlern immer in die Kategorien «Urban» und «Rap» abgeschoben werde. «Urban», so Tyler, sei für ihn nicht weniger als eine «politisch-korrekte Alternative des N-Worts».

«Earfquake» von Tyler, the Creator. Video: Tyler, the Creator (Youtube)

Da passt es denn auch, dass P Diddy an einer Vor-Gala der Preise gesagt hat: «Die Grammys haben Hip-Hop nie respektiert.» Die Diskussionen: Sie dürften härter werden, sobald Billie Eilishs Triumph durchdiskutiert ist.

Das muss man hören

Noch einmal, endlich wieder einmal oder ganz frisch all die grossen Songs und Musik hören, die uns Olifr Maurmann geschenkt hat. Sei es als Sänger der Aeronauten, als Guz oder als Produzent von so vielen Schweizer Musikern und Musikerinnen. Zur Erinnerung an Olifr Maurmann gibts hier eine Playlist mit zwanzig Songs, die eine Ahnung davon geben, warum er mit seiner Musik zum «besten Freund des Menschen» wurde.

Das Schweizer Fenster

Auch in der Schweiz hat die Award-Saison begonnen. Am vergangenen Wochenende hat der Zürcher Sender GDS.FM seine Preise vergeben, und wer das Palmarès anschaut, erhält eine ganz nette Übersicht über das gegenwärtige Musikschaffen in diesem Land. Preise gingen etwa an Black Sea Dahu, an das Label Bongo Joe, an Faber, Lexx, Jeans for Jesus oder an Kimbo für ihren Clubkracher «Scho No Geil». Hier gehts zur Übersicht.

Was blüht

Am Freitag wird auf Netflix der neue Film der Safdie Brothers aufgeschaltet. «Uncut Gems» heisst dieser, und man wird einen von Adam Sandler dargestellten Wettfreund am Rande des Nervenzusammenbruchs sehen. Aber was hat dieser Film im Pop-Briefing zu suchen? Nun, Daniel Lopatin, besser bekannt als Oneohtrix Point Never, hat den pulsierenden Soundtrack beigesteuert. Und eine Party mit The Weeknd wird auch besucht. Von dem her: Populärer wirds nicht mehr.

Das Fundstück

Calypso muss nicht immer analog oder alt bedeuten, wie eine elektrisierende Compilation beweist, die vom Label Soundway Records veröffentlicht wurde. Sie heisst «Body Beat: Soca-Dub and Electronic Calypso (1979–98)», und zu hören sind elektronische Club-Tracks, die karibische Musiken mit den Clubkulturen New Yorks oder Londons verbinden. Einige Sounds mögen historisch klingen, was bei diesen Beats aber keine Rolle spielt.

Die Wochen-Tonspur

Noch hallt 2019 in der Wochen-Tonspur nach, doch 2020 nimmt allmählich auch popmusikalisch Gestalt an, wie die neu hinzugefügten Tracks und Songs unterstreichen.

Wer wissen will, wie diese Popkolumne 2019 geklungen hat: Hier gehts zur nun finalisierten Pop-Briefing-Playlist.

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