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Heimat

Roland Eberhart von den Calimeros auf der Suche nach heimatlichen Klängen.

«Nachwuchsmangel»: Roland Eberhart (Mitte) sorgt sich.
«Nachwuchsmangel»: Roland Eberhart (Mitte) sorgt sich.
PD

Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Schweizer Berg vermisst zu haben. Auch die Schoggi nicht und den Wein. Wenn ich weg bin, dann sehne ich mich nach Menschen und meinem Bett. Genau da befinde ich mich übrigens in diesem Moment - und erlebe eine wundersame Premiere: Ich vermisse meine Heimat, mein Bern, seinen Sound.

Ein Blick auf das Programm des 1. Berner Schlager-Open-Airs im Sommer zeigt folgende Interpreten-Herkunfts-Statistik: fünfmal Österreich, zweimal Deutschland, einmal Holland, einmal international, dreimal Schweiz, davon einmal Bern. Und sind wir ehrlich, Francine Jordi geht ja irgendwie auch unter international.

Und ich wundere mich: Wo bleiben eigentlich die Schlageracts aus der Region? Gibt es sie überhaupt? Ich rufe Roland Eberhart von den Calimeros an, der Kultband im Bernbiet. Und der Szenekenner sagt, dem Berner Schlager mangle es tatsächlich an Nachwuchs und ebenso an international bekannten Namen.

Ihm kommen spontan zwei lokale Sängerinnen in den Sinn: Nadine, die 2015 ihr letztes Album «Der siebte Himmel» veröffentlichte und seither vielerorts in der Schweiz, darunter im SRF-«Samschtig»-Jass, zu sehen war. Oder Aline Alexandra. Auch sie mache ihre Musik «mit Herzblut», so Eberhart. Letzten Sommer veröffentlichte sie mit dem Seeländer Mundartsänger George die Single «Zyt zum Läbe». Ein berndeutsches Sommerlied, das ich am 1. Berner Schlager-Open-Air eigentlich nicht missen möchte.

Aber gut, es gibt ja glücklicherweise noch die Nostalgie, die Sehnsucht nach einem vertrauten Ort, der irgendwo liegen kann. Auch in den Neunzigern. Und diese emotionale Heimat werde ich am 31. Juli auf der Berner Allmend finden. Am Konzert von Eloy de Jong, Schlagersänger aus Holland und: Ex-Mitglied der Boygroup Caught in the Act. Ja mei, «My Arms Keep Missing You».

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