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Heidis Erlösung

Die Luzerner Sängerin Heidi Happy wollte ihr Image sprengen. Dabei ist ein wunderbares Album entstanden.

Heidi Happy: Besingt den eigenen Tod auf dem neuen Album – in gut gelauntem Dur.
Heidi Happy: Besingt den eigenen Tod auf dem neuen Album – in gut gelauntem Dur.
PD

Diese Geschichte könnte von Tom Waits stammen: Netter Bub, schönes Mädchen, junge Liebe, böser Vater – am Ende treibt eine Leiche im Hafenbecken. Aber die Erzählerin heisst Heidi Happy, und sie beugt sich in «Down at the Port» nicht raunend über das tote Glück, wie es der Meister des düsteren Liedguts zu tun beliebt. Heidi Happy selbst ist es, die gemordet wurde. Nun sitzt die Luzerner Sängerin auf einer Wolke, lässt die Beine baumeln und fasst ihre Tragödie in gut gelauntes, beinahe überschwängliches Dur. Da wird vergnügt gesummt und geklatscht, ausgelassen geschunkelt und getanzt. Keine Trauer, kaum Melancholie – nur sehr viel helles Entzücken über die groteske Sinnlosigkeit des Seins. Vielleicht hat Heidi Happy recht und der Tod ist wirklich und in jedem Fall ein Happy End.

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