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Funk? Funk! Oder noch besser: Funck!

Zwei Jahre nach ihrer Reunion spielene Grand Mother’s Funck, die «beste Schweizer Funk-Band», in Burgdorf.

Grand Mother’s Funck aus Burgdorf.
Grand Mother’s Funck aus Burgdorf.
zvg/Reto Andreoli

Wer seine Haare lieber pflegte und seine Jeans gerne hüfthoch trug, sprich weder mit Grunge noch mit Old-School-Rap viel anfangen konnte, für den gab es in den 1990er-Jahren eine Alternative: den Funk. Auch frech, auch wild, aber nicht ganz so verdorben und ziemlich eingängig noch dazu.

Unter anderen, aber wohl vor allem eine Band hatte zu verantworten, dass dieser bassdominierte, von Bläsern gespickte, so ungemein tanzbare und erotische Sound aus den 1970er-Jahren hierzulande ein Revival erlebte. Genau: Grand Mother’s Funck aus Burgdorf. Auf den ersten Blick nicht gerade die groovigste Ecke überhaupt – wie sehr man sich doch täuschen kann. Als die, Pardon, «geilste» oder «schärfste» oder schlicht auch «beste Schweizer Funk-Band» wurde das achtköpfige Kollektiv in seinen Hochzeiten betitelt. Sie hatten Fan-Clubs auf der ganzen Welt, tourten durch Europa und spielten mit berühmten Rappern wie Akil the MC von Jurassic 5.

Die erste Scheibe erschien 1994,hiess gleich wie die Band und war ein riesiger Erfolg. Der Song «Call Me» wurde zum Hit und das ganze Land – oder zumindest eine ganze Altersgruppe – schien süchtig nach dem Stoff, den die Burgdorfer da unablässig lieferten. In einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte schrieben sie 150 Eigenkompositionen.

Vor zwei Jahren haben Grand Mother’s Funck in der Originalbesetzung nochmals zusammengefunden und ein Studioalbum veröffentlicht. Seither sind sie auch immer wieder live zu erleben. Wie zum Beispiel am Samstag in Burgdorf.

Apropos Funk. Wem es danach so sehr gelüstet, dass er keine Woche warten mag, der kann heute nach Solothurn reisen: Ida Nielsen spielt in der Musikgalerie Kulturgarage. Nicht von ungefähr steht hinter ihrem Namen: «Funk Goddess» – «Funk-Göttin». Ihre Musik lebt von ihrem funkigen, kräftigen und virtuosen Bassspiel. Bekannt wurde sie als Bassistin bei Prince in den letzten Begleitbands The New Power Generation und 3rdeyegirl. Ida Nielsens Musik klingt, mit Rap und Reggae und Poptunes angereichert, so wie man den Funk von damals ins neue Jahrtausend retten kann.

Konzert Grand Mother’s Funck: 23.3., 21 Uhr, Maison Pierre, Burgdorf.

Ida Nielsen: 15.3., 20 Uhr, Kulturgarage, Solothurn.

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