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«Es ist nie gut genug»

Michael Haefliger ist ein Intendant ohne Heldenallüren. Das Lucerne Festival, das gestern Abend eröffnet wurde, leitet er seit 14 Jahren zielstrebig, experimentierfreudig und erfolgreich.

Sein Job halte ihn gefangen, sagt Michael Haefliger: «200 Prozent, Tag und Nacht». (Bild: Sophie Stieger)
Sein Job halte ihn gefangen, sagt Michael Haefliger: «200 Prozent, Tag und Nacht». (Bild: Sophie Stieger)

«Es brodelt», sagt Michael Haefliger über sich selber, und man staunt. Denn wenn etwas auffällt an ihm, dann ist es seine Gelassenheit, sein gänzlich unvulkanisches Auftreten.

Andere Intendanten reden von ihrem Metier wie von einer Jagd: nach zugkräftigen Interpreten, einer imagefördernden Frauenquote, einem jüngeren Publikum, den besten Marketingtricks. Bei ihm tönt es anders, nicht nach Hektik, auch nicht nach Heldentaten, sondern ganz selbstverständlich – im Stil von: «. . . und dann kam Claudio Abbado und schlug vor, ein Festivalorchester zu gründen». Also hat man es gegründet, wie auch die Lucerne Festival Academy mit Pierre Boulez. Oder die Nachwuchsförderung mit der Credit Suisse. Die Jungen, die Frauen, die Berühmten, die erfolgreichen Vermittler der neuen Musik: Sie sind beim Lucerne Festival längst angekommen.

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