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Erst Melancholie, dann Euphorie

Der italienische Sänger Zucchero war Headliner an der ersten Ausgabe des Stars-of-Sounds-Festivals in Murten. Das eintägige Open Air lockte 10'000 Besucher an.

Fast in sich gekehrt wirkte Zucchero während der ersten Hälfte seines Auftritts in Murten. Später brachte er das Publikum dann aber zum Tanzen.
Fast in sich gekehrt wirkte Zucchero während der ersten Hälfte seines Auftritts in Murten. Später brachte er das Publikum dann aber zum Tanzen.
Susanne Keller

Die Begrüssung fällt schlicht aus. Adelmo Fornaciari alias Zucchero betritt die Bühne, setzt sich auf den wuchtigen Sessel, winkt kurz ins Publikum und stimmt gleich den ersten Song an: «Un soffio caldo». Zucchero wirkt konzentriert, fast in sich gekehrt.

Die ersten vierzig Minuten des Konzerts am ersten Stars-of-Sounds-Festival in Murten widmet Headliner Zucchero ganz dem neuen Album «Chocabeck», mit dem er seine Kindheit und Jugend in der Emilia-Romagna verarbeitet hat. Zucchero wuchs als Bauernsohn in ärmlichen Verhältnissen auf. Auch der Albumtitel führt auf diesen Umstand zurück: «‹Chocabeck› beschreibt das Meckern des Ziegenbocks. Wenn ich sonntags fragte, ob es Schokoladekuchen gibt, fiel es meinem Vater schwer, zu sagen, dass wir sparen mussten», erzählte Zucchero in einem Interview. «Er amüsierte mich lieber mit der Wendung: ‹Nein, es gibt Chocabeck!›»

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