Zum Hauptinhalt springen

Ein Chor trotzt dem Sängerschwund

Die Liedertafel, der älteste Männerchor der Stadt Bern, hat in den letzten Jahrzehnten viele Mitglieder verloren. Jetzt geht Vereinspräsident Klaus Kilchenmann in die Offensive: Mit einem «magischen Notenblatt».

Gesungen wurde auch – aber bei weitem nicht nur: Die Berner Liedertafel 1850 im alten Casino. Lithografie von Ernst Neubauer.
Gesungen wurde auch – aber bei weitem nicht nur: Die Berner Liedertafel 1850 im alten Casino. Lithografie von Ernst Neubauer.
Staatsarchiv Kanton Bern
Der Präsident im Anzug: Klaus Kilchenmann mit Klavier und Laptop.
Der Präsident im Anzug: Klaus Kilchenmann mit Klavier und Laptop.
Beat Mathys
Da warens noch 20: Die Berner Liedertafel mit Dirigentin Anett Rest  bei den Proben im Schulhaus Morillon in Wabern.  Das  Durchschnittsalter  beträgt 70 Jahre, der älteste Sänger ist 83, der jüngste  «um die 40».
Da warens noch 20: Die Berner Liedertafel mit Dirigentin Anett Rest bei den Proben im Schulhaus Morillon in Wabern. Das Durchschnittsalter beträgt 70 Jahre, der älteste Sänger ist 83, der jüngste «um die 40».
Beat Mathys
1 / 3

«Schön! Bravo!», ruft Anett Rest in die Reihen. Das wirkt erhebend. Denn zuvor war sie mit ihren Mannen eher streng. Die Dirigentin vernahm «fremde Töne», hörte «Druck», wo keiner sein sollte. Und wieso bitte wird hier forte gesungen, wenn da doch piano steht?

Anett Rest (35), gebürtige Ungarin, ist freundlich, aber resolut. Seit letzten Herbst leitet sie die Liedertafel, den ältesten Männerchor der Stadt Bern, Gründungsjahr: 1845. Jeden Donnerstag wird im Schulhaus Morillon in Wabern gefeilt – diesmal an der «Deuxième Messe» von Charles Gounod.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.