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Echo-Verleihung: «Der totale Hammer»

Der heimliche Star am gestrigen Klassentreffen der Musikbranche war Udo Lindenberg, welcher gleich zweifach ausgezeichnet wurde. Wer sonst noch mit von der Partie war.

Kult: Udo Lindenberg ist Gewinner der Kategorie bester Künstler Rock/Pop national.
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Reuters
Der Star von morgen: Tim Bendzko gewinnt in der Sparte bester Newcomer national.
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Hosts Ina Mueller and Barbara Schoeneberger (R) kiss at the Echo Music Awards ceremony Berlin March 22, 2012. Established in 1992, the German Phonographic Academy honours national and international artists with the Echo German music prize.  REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY  - Tags: ENTERTAINMENT)  (ECHO SHOW)
Hosts Ina Mueller and Barbara Schoeneberger (R) kiss at the Echo Music Awards ceremony Berlin March 22, 2012. Established in 1992, the German Phonographic Academy honours national and international artists with the Echo German music prize. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: ENTERTAINMENT) (ECHO SHOW)
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Altmeister Udo Lindenberg und die deutsche Metal-Band Rammstein sind bei der Echo-Verleihung mit gleich zwei Preisen ausgezeichnet worden. Lindenberg wurde am Donnerstagabend in Berlin sowohl als bester Künstler Rock/Pop National als auch für die DVD-Produktion «MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic» geehrt. «Der totale Hammer», lautete sein Kommentar. Danach musste sich Lindenberg beeilen, weil er in Berlin auch noch ein Konzert seiner «Ich mach' mein Ding»-Tour geben wollte.

Manson mag Rammstein

Rammstein wurde zum erfolgreichsten nationalen Act im Ausland und als beste Alternative-Band gekürt. Die Trophäe gab es von Schockrocker Marilyn Manson, der sich als «Rrrrammstein»-Fan outete. Beste nationale Rock/Pop-Gruppe wurde das Duo Rosenstolz, das nicht zur Show erschien. Die Rapper Sido und Bushido, die in «So mache ich es» ihr Gangster-Image pflegen, durften sich den Echo für das beste Video abholen. Die Band Jupiter Jones erhielt den von Hörern gewählten Radio-Echo für den Hit «Still».

Tim Bendzko erhielt den Echo als bester nationaler Newcomer. Den Musikpreis bekam der Berliner Sänger von Lena überreicht, danach sang er zusammen mit Shaggy seinen Hit «Nur noch kurz die Welt retten». Beste internationale Newcomerin wurde die 30-jährige Holländerin Caro Emerald («A Night Like This»). In der Sparte Club/ Dance gewann der französische DJ David Guetta.

Perry im Gymnastikanzug

Der Echo-Preis gilt als das Klassentreffen der Musikbranche. Lana Del Rey sang ihren Hit «Video Games», später rockten die Toten Hosen die Bühne. Katy Perry kam in einer Kreuzung aus Glitzerrobe und Gymnastikanzug.

Ein Preisträger stand schon vorher fest: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken erhielt die Trophäe für sein Lebenswerk. Für den 60- Jährigen war es der erste grosse öffentliche Auftritt nach seinem Schlaganfall Anfang November.

Eröffnet wurde die Show von einem krachenden Medley deutscher Hits. «Was für ein schöner Donnerstag», jubelte Moderatorin Barbara Schöneberger, eine Anspielung auf einen Satz des frisch gewählten Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Im vergangenen Jahr verfolgten im Schnitt 3,51 Millionen TV-Zuschauer die Show. Der Echo wird seit 1992 verliehen und versteht sich als deutsche Antwort auf die Grammys und die Brit Awards. Bei der Preisvergabe spielen die Verkaufszahlen eine zentrale Rolle, daneben gibt es eine Jury.

Am Vorabend wurden bei einem Benefiz-Dinner bereits die ersten Trophäen verliehen: Der Graf, Sänger der Band Unheilig, bekam einen Ehren-Echo für sein soziales Engagement. Den Kritikerpreis erhielt das Elektro-Duo Modeselektor mit seinem Album «Monkeytown».

SDA/omue

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