Aus Angst wird Hoffnung

Auf seinem neuen Album «Negro Swan» entwirft Dev Hynes als Blood Orange eine autobiografische Musik, die aus der Depression und Gewalt ans Licht führt.

Drohte lange Zeit sich in seinem musikalischen Alleskönnertum zu verlieren: Dev Hynes alias Blood Orange. Foto: PD

Die Fenster sind geöffnet, und die Sounds der Grossstadt wehen herein – Sirenen, vorbeidriftende Musik, Verkehrslärm. Als Hörer gehen wir dann rasch raus, steigen in ein heranfahrendes Auto ein, denn zu einladend ist dieser softe Soul, der nun erklingt. Doch bevor alles ins Gleiten und Cruisen kommt, alles Vergessen ist, entwickelt sich dieser elegante Song zum Klagelied, das von den Narben von früher erzählt, als der Sänger gequält und an den Boden gedrückt wurde. «First kiss was the floor», trauert Dev Hynes mit seiner Stimme in diesem Anfangsstück, das den Bogen aus seinem englischen Heimatdorf bis nach Orlando schlägt, wo vor zwei Jahren neunundvierzig Personen von einem Schwulenhasser erschossen wurden.

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