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«Wir schaffen neue Kunstwerke»

«Es wäre falsch, zu denken, wir müssten nur alles digitalisieren, und dann darf es zerstört werden», sagt Sarah Kenderdine. Foto: PD

Digital und Museologin – klingt das nicht paradox? In einem Museum geht es doch um echte Objekte, nicht um ihre digitale Version.

Welche Technologien verwenden Sie dazu?

Die von Ihnen modellierten Wandgemälde können sich auch bewegen, Mumien klappen sich wie von Geisterhand auf, um ihr Inneres vorzuzeigen. Sind das noch Mumien und Wandgemälde? Oder ist es etwas ganz anderes?

Welche Probleme sind das?

Wie arbeitet man mit solchen Datenmengen?

Zum Beispiel?

Und das war überfordert . . .

Fühlten sich die eigentlichen Kuratoren des Museums dadurch nicht entmachtet?

Sind Sie selbst Kuratorin?

Ihre Arbeit an den chinesischen Dunhuang-Höhlen ist wohl der bekannteste Beitrag.

Waren die jüngst zerstörten syrischen Denkmalstätten wie ­Nimrud oder Palmyra auch digital dokumentiert?

Gibt es nach dem Schock von Palmyra ein Bestreben, alle wichtigen Stätten zu digitalisieren?

Ihre Digitalpanoramen wirken verführerisch. Fürchten sich die Museen nicht vor der Konkurrenz?

Besuchen Sie manchmal alte, staubige Museen, die nicht einmal einen Audioguide haben?