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Voll aufs Gehirn gezielt

Die Ausstellung des neuen Zurich-Art-Preisträgers Haroon Mirza ist eine Knacknuss – sie lohnt sich!

Unterschiedlich viel Energie gewonnen: Solarpanels auf Fundgegenständen. Foto: Stefan Altenburger (Haus Konstruktiv)
Unterschiedlich viel Energie gewonnen: Solarpanels auf Fundgegenständen. Foto: Stefan Altenburger (Haus Konstruktiv)

Wer derzeit die grosse Halle im Erdgeschoss des Museums Haus Konstruktiv betritt, fühlt sich ein wenig an ein Labor erinnert. Stopp, unsexy. Also nochmals von vorn: Wer derzeit die grosse Halle betritt, wähnt sich ein bisschen – in Venedig! Der Stadt, in der George Clooney unlängst seine Amal ehelichte und wo – hier wichtiger – jeden zweiten Sommer die Kunst-Royalty zur Biennale zusammenströmt. 2011, also bei jener Ausgabe, für die Bice Curiger verantwortlich zeichnete, mischte auch Haroon Mirza mit. Der Londoner Künstler hatte sich das Biennale-Motto «Illuminazioni» zu Herzen genommen und liess in einer schalldichten Zelle einen Hula-Hoop-grossen Heiligenschein unter der Decke schweben. Der verbreitete ein ebenso kühles wie überirdisches Licht – und ein eigenartiges Surren, sodass, wer drunter stand, nicht recht wusste, ob er nun Zeuge einer UFO-Landung oder doch eher einer Kernspaltung wurde. Das war mystisch, das war hoch technoid, das war einfach wunderbar.

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