Reisst die Börse den Kunstmarkt mit?

Niemand will die Bilder von Streetart-Zampano Banksy kaufen, und auch sonst mehren sich die Anzeichen für eine Abkühlung des Kunstmarktes. Platzt die Kunstblase wegen der Bankenkrise?

  • loading indicator
Michèle Binswanger@mbinswanger

Lang waren die Gesichter vorletzte Woche beim Auktionshaus Lyon & Turnbull in London. Fünf Arbeiten des Streetart-Zampanos Banksy sollten versteigert werden – und suchten vergeblich einen Käufer. Das ist bemerkenswert. Denn Banksy ist nicht nur der berühmteste anonyme Künstler der Welt und Hollywoods Kunst-Liebling, nach einem raketenhaften Aufstieg in den letzten fünf Jahren. Kein Wunder sehen die Auguren in der gescheiterten Auktion erste Anzeichen, dass die Kunstblase platzen könnte.

Wolken am Horizont

Noch sonnt sich der Kunstmarkt in Erfolgsmeldungen, wie der Versteigerung von Damien Hirsts Werken Mitte September. Doch die Anzeichen einer Abkühlung sind nicht zu übersehen. Der Preis-Index für amerikanische Pop-Art war in der vergangenen Dekade das Epizentrum für Kunstmarkt-Spekulationen. Während der Index für amerikanische Pop-Künstler wie Robert Rauschenberg, Andy Warhol und Roy Lichtenstein allein im Jahr 2007 75 Prozent im Plus lag, verlor er dieses Jahr bereits 31 Prozent.

Die NZZ berichtete letzte Woche von «ersten Anzeichen der Finanzkrise beim Kunstmarkt während der New Yorker Asia Week», der Kunstmarkt habe sich auf schwierige Zeiten einzustellen. Vor allem in den USA ist in Galerien und Museen die Angst spürbar, dass nach dem Finanzmarkt auch der Kunstmarkt zusammenbrechen könnte.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...