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Kunst gedeiht auch in dünner Luft

Klassentreffen der helvetischen Kunstelite von Hirschhorn bis Signer und von Saanen bis auf den Diablerets-Gletscher: Die Freiluftausstellung «Elevation 1049» ist eine verspielte Entdeckungsreise in Gstaad und Umgebung.

Totempfähle des indigenen Lauener Volks? Thomas Hirschhorns Installation «Mürrischer Schnee».
Totempfähle des indigenen Lauener Volks? Thomas Hirschhorns Installation «Mürrischer Schnee».
Stefan Altenburger
Das Trafotürmchen im blauen Gewand: Ugo Rondinones «The Morning of the Poem» (2014) an der Bellerivestrasse zwischen Sarnen und Gstaad.
Das Trafotürmchen im blauen Gewand: Ugo Rondinones «The Morning of the Poem» (2014) an der Bellerivestrasse zwischen Sarnen und Gstaad.
Stefan Altenburger
Graffiti im Schnee: Olaf Breunings Arbeit «Snow Drawing».
Graffiti im Schnee: Olaf Breunings Arbeit «Snow Drawing».
Stefan Altenburger
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Kunst ist mitunter ein Risiko, auch oder gerade dann, wenn der Dialog zwischen Künstlern und einem Ort gefördert werden soll. In Lauenen ob Gstaad haben die Einwohner dank Thomas Hirschhorn eine durchaus vergnügliche Lektion erteilt bekommen. Doch davon später.

Zunächst geht es um ein Trafotürmchen an der Bellerivestrasse zwischen Saanen und Gstaad: Über Nacht hatte es ein metallisch-leuchtendes, blaues Gewand erhalten, das in die weisse Landschaft hinausstrahlte und bei einzelnen Anwohnern für optische Irritation sorgte. An der Generalversammlung der Dorforganisationen erfuhren die Einheimischen später, dass es sich dabei nicht etwa um einen Vandalenakt, sondern um ein Kunstwerk von Ugo Rondinone handelt und dass die Folie, mit dem das Häuschen überzogen worden ist, problemlos wieder entfernt werden kann.

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