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Keine Kunst für Dänemark

Ai Weiwei hat aus Protest gegen die dänische Asylpolitik eine Schau seiner Werke in Kopenhagen gestoppt.

Wenn Ungerechtigkeit droht, schmeisst er kulturpolitische Korrektheit über Bord: Ai Weiwei.
Wenn Ungerechtigkeit droht, schmeisst er kulturpolitische Korrektheit über Bord: Ai Weiwei.
Peter Klaunzer, Keystone

Irgendwann ist eben das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei Chinas Superkünstler Ai Weiwei war das am Mittwoch der Fall: Aus Protest gegen die Asylpolitik der dänischen Regierung hat er seine aktuelle Schau in der Faurschou Foundation in Kopenhagen kurzerhand dichtmachen lassen. Seither steht, wer die private Kunstinstitution besuchen will, vor verschlossenen Türen; auf der Website wurde die Überschrift «Current Exhibition» mit «Closed Exhibition» ersetzt. Wer draufklickt, gelangt zu einem Foto, auf dem man den Künstler neben dem Leiter der Foundation stehen sieht, beide sanft lächelnd und mit den Händen in den Jackentaschen.

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