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«Ich fand gut, was mein Vater machte»

Zoë Stähli ist die Tochter des Pornokino-Pioniers Edi Stöckli. Sie führt eine Galerie für erotische Kunst.

«Die wunden Punkte aufspüren»: Zoë Stähli in ihrer Galerie.
«Die wunden Punkte aufspüren»: Zoë Stähli in ihrer Galerie.
Gina Folly

Halb elf morgens, ein Hinterhofbüro im Zürcher Kreis 4. Zoë Stähli muss noch rasch einen Anruf erledigen; Zeit, sich ein wenig umzusehen. Es herrscht ein fröhliches Durcheinander, auf den Tischen stapeln sich Papier, Plakate und einschlägige DVDs. An den Wänden hängt eher weniger salonfähige Kunst. Ein strammer Hitler, dem ein blondes Mädel kniend Reverenz erweist, eine etwas müde Karikatur mit Sex-Nüssen (die Orgasnuss, die Fetischisnuss), explizite Fotos. Dazu ein unzweideutiges Stöhnen aus dem Nebenzimmer, wo jemand ernst hinter dem Computer sitzt. Da werde gearbeitet, klärt Zoë Stähli auf. Der Kollege visioniert Filme unter anderem für den Stüssihof, eines der wenigen verbliebenen Zürcher Pornokinos.

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