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Für diese Zeichner ist Pathos ein Fremdwort

Künstlercomics: ein neuer Trend und zwei grossartige Beispiele aus Norwegen. Lars Fiske zeichnete das Leben des des Dadaisten Kurt Schwitters, Steffen Kverneland das des Malers Edvard Munch.

Dada in den Bergen: Kurt Schwitters als Skifahrer.
Dada in den Bergen: Kurt Schwitters als Skifahrer.
Aus dem besprochenen Band
Edvard Munchs Porträt von Hans Jaeger, unten rechts das Kritikerlob dazu: «Von den Porträts ist es Munchs Bestes.»
Edvard Munchs Porträt von Hans Jaeger, unten rechts das Kritikerlob dazu: «Von den Porträts ist es Munchs Bestes.»
Aus dem besprochenen Band
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Entartete Kunst: Diesen Stempel drückten die Nazis den Werken von Edvard Munch (1863–1944) genauso auf wie denen von Kurt Schwitters (1887–1948). Als Schwitters dann aber, darbend im norwegischen Exil, bei Munch anklopfte, schlug der ihm buchstäblich die Tür vor der Nase zu.

So erzählt es zumindest der norwegische Künstler Lars Fiske in seinem nun auf Deutsch erschienenen Band «Herr Merz». Und wir glauben ihm gern. Denn schon allein die sechs Panels, die von Schwitters’ unfreiwillig kurzer Stippvisite bei Munch im Jahr 1938 erzählen, haben das, was aus einer soliden Biografie eine besondere macht. Die in altertümelndem Ocker gehaltene flotte Bildersequenz verquickt bissigen Humor und cartoonesken Strich zu einer in jedem Sinn kantigen Rückschau – die nichts weniger ist als «retro».

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