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«Es gab Kraftanwendung, aber keine Schläge»

Die russische Aktivistin Ekaterina Nenaschewa nähte zusammen mit der Pussy-Riot-Frau Nadja Tolokonnikowa auf dem Moskauer Bolotnaja-Platz eine Fahne, bis sie verhaftet wurde.

Ekaterina Nenaschewa (l.) und Nadja Tolokonnikowa auf dem Weg zu ihrer Performance auf dem Bolotnaja-Platz. Foto: Max Avdeev
Ekaterina Nenaschewa (l.) und Nadja Tolokonnikowa auf dem Weg zu ihrer Performance auf dem Bolotnaja-Platz. Foto: Max Avdeev

Als die Bilder von zwei in Moskau ­verhafteten jungen Frauen vergangenes Wochenende um die Welt gingen, war die 21-jährige Ekaterina Nena­schewa noch eine Unbekannte. Doch die Frau neben ihr erkannte man sofort – es war die 25-jährige Nadja Tolokonnikowa, Mitglied der Musikband Pussy Riot.

Nun, keine zwölf Stunden nachdem sie aus der Untersuchungshaft heraus ist, kommt Ekaterina Nenaschewa in blauer Sträflingskleidung zum Interview. Auf dem Kopf hat sie ein geblümtes Tuch, wie es Gefangene in den russischen Straflagern tragen. Sie spricht schnell, druckreif, deutlich. Sie lacht gerne, auch als sie sich an die tollpatschigen Moskauer Polizisten erinnert, die sie und Nadja Tolokonnikowa samt ihren Nähkörbchen verhaftet haben.

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