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«Auch in Bern kann man schrill sein»

Berner Künstler verfügen ab Ende Februar über eine weitere Möglichkeit, Werke auszustellen. Cordelia Hagi, die hinter dem «Kunst(t)raum.12» steckt, will so Talente der Region fördern.

Cordelia Hagi, Bernerin, Kunstliebhaberin und kreativer Kopf bei  «P.i.n.k. Elefant».
Cordelia Hagi, Bernerin, Kunstliebhaberin und kreativer Kopf bei «P.i.n.k. Elefant».
Claudia Salzmann
Ab Ende Februar stellt Hagi einen Ausstellungsraum zur Verfügung.
Ab Ende Februar stellt Hagi einen Ausstellungsraum zur Verfügung.
zvg
Darauf folgt eine zweimonatige Pause, bis die Ausstellung weitergeht.
Darauf folgt eine zweimonatige Pause, bis die Ausstellung weitergeht.
zvg
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Eigentlich hätte sie auch einer Stiftung Geld spenden können, erklärt Cordelia Hagi. «Doch ich investiere lieber in lokale Künstler.» In Bern gebe es viele talentierte Kunstschaffende, die schlicht nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um eine Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Via Facebook und Guerilla-Werbung suchte sie mit ihrer Firma «p.i.n.k. Elefant» Interessenten. Gemeldet hätten sich unglaublich viele. «So viele, dass wir ein Programm von drei Jahren hätten füllen können.» Ausgewählt wurden vier Künstler, die ab Ende Februar ihre Werke in den Räumlichkeiten ihrer Kommunikations- und Marketing-Firma zeigen.

Seit der Übernahme der Druckerei von ihrem Vater investiert Hagi einen Teil des Unternehmensgewinns in gemeinnützige Projekte, wie neben «Kunst(t)raum.12» auch in «Spiel(T)Raum», dem Spielplatz mit Fabelwesen im Dählhölzli. Damit will sie mit gutem Beispiel vorangehen und hofft, dass andere folgen werden. Sie betont: «Auch in Bern kann man schrill sein.»

Apropos schrill: So leuchten die Haare von Cordelia Hagi in pinker und oranger Farbe. Ihre Lippen sind pink, so auch ihre Fingernägel, die Iphone-Hülle, Schreiber, die Accesoires und die Fingerringe. Cordelia Hagi lebt ihre Lieblingsfarbe, die sie seit Kindertagen hat, für jedermann sichtbar aus. Die 47-Jährige sticht mit ihrem Auftreten heraus, dessen ist sie sich bewusst: «Ich weiss, dass ich polarisiere.»

In ihren Räumlichkeiten gebe es halt Veränderung, und diese sei wichtig für die Kreativität. Mit «Kunst(t)raum.12» will sie nicht nur kreative Köpfe fördern, sondern auch als gutes Beispiel für andere Unternehmer vorangehen, damit diese ihr folgen. «Heute denkt jeder nur an morgen, ich setze auf nachhaltige Projekte.»

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