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Luzern erforscht die religiöse und spirituelle Seite der Musik

Zur Eröffnung des Lucerne Festivals sagte der Theologe Hans Küng, die Musik habe ihm geholfen, den Glauben zu bewahren. Gespielt wurde Mozarts Requiem – «alles andere als Trauermusik», fand Küng.

Claudio Abbado dirigierte das Eröffnungskonzert: Übertragung auf dem Inseli in Luzern. (8. August 2012)
Claudio Abbado dirigierte das Eröffnungskonzert: Übertragung auf dem Inseli in Luzern. (8. August 2012)
Keystone

Das Lucerne Festival im Sommer ist mit Mozarts Requiem und Beethovens Musik zu Goethes «Egmont» eröffnet worden. Das Festival steht unter dem Motto «Glaube» und geht den religiösen und spirituellen Seiten der Musik nach.

Die Eröffnungsrede hielt der Luzerner Theologe Hans Küng. Der 84-jährige Kirchenkritiker bekannte, dass die Musik ihm geholfen habe, den Glauben über Jahrzehnte zu bewahren. Er wünsche auch den Zuhörerinnen und Zuhörern, dass die Musik mit ihrer emotionalen Macht ihnen helfe, unverdrossen den Lebensweg zu gehen. «Vielleicht mag Ihnen die Musik sogar etwas ahnendes Wissen schenken um eine ganz andere Wirklichkeit», sagte Küng. Mozarts Musik sei dafür zweifellos besonders geeignet. Mozarts Requiem sei alles andere als eine trostlose Trauermusik, sondern zeuge von einem tiefen Glauben an Gott und das Ewige Leben, sagte Küng. Mozarts Gläubigkeit könne vielleicht, in Musik umgesetzt, zur Inspiration werden.

Abbado am Pult

Das Eröffnungskonzert wurde, wie es Tradition ist, vom Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado gespielt. Neben Mozarts Requiem stand Beethovens «Egmont»-Musik auf dem Programm, in der es um den Glauben an eine politische Utopie geht.

Hunderte Personen versammeln sich am auf dem Inseli in Luzern, um unter freien Himmel das Eröffnungskonzert des Lucerne Festivals mit dem Dirigenten Claudio Abbado auf einer grossen Leinwand zu verfolgen.

Das Programm des Festivals, das bis am 15. September dauert, umfasst rund 70 Konzerte. Das Rückgrat bilden die Sinfoniekonzerte mit renommierten Orchestern aus Berlin, Wien, Amsterdam, Cleveland, London, Mailand und Leipzig.

In Luzern zu hören sind aber auch herausragende Solistinnen und Solisten wie Maurizio Pollini, Pierre-Laurent Aimard, Hélène Grimaud, Lang Lang, Radu Lupu, Murray Perahia und Cecilia Bartoli.

SDA/mw

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