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Klassiker der Woche: Und tschüss!

Abschiede gehören zum Leben, leider. Immerhin gibts schöne Musik darüber.

Es geht ja schon lange vor dem letzten grossen Adieu los mit dem Abschiednehmen. Der Liebhaber setzt sich einen Töffhelm auf, Kinder ziehen aus, die Bürofreundin wechselt den Job. Und in Haydns berühmter Abschiedssinfonie verlassen die Musiker einer nach dem anderen das Podium.

Das Stück war ja eigentlich eine polemische Aktion. Der Sommeraufenthalt des Fürsten Nikolaus I. Esterhazy auf Schloss Esterhazy zog sich im Jahr 1772 in die Länge, und die Musiker wollten endlich wieder nach Hause, nach Wien, zu ihren Frauen und Kindern. Also baten sie – so will es jedenfalls die Legende – ihren Kapellmeister Joseph Haydn, ein entsprechendes Wort beim Fürsten einzulegen. Der aber formulierte die Bitte musikalisch: Im Finale seiner Sinfonie Nr. 45 legt einer nach dem anderen sein Instrument beiseite. Die letzten Takte werden nur noch von zwei Violinisten gespielt.

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