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Klassiker der Woche: Klänge und Kartoffeln

Die Blockflöte gibts bei weitem nicht nur (vor-)weihnachtlich: Das zeigt Madeleine Imbeck mit Luciano Berios «Gesti».

Ziemlich überdreht klingt er, der Vogel, den man zwischendrin herauszuhören meint aus den 1966 entstandenen «Gesti» des Italieners Luciano Berio. Aber vielleicht ist es ja gar kein Vogel, vielleicht sind auch die anderen Assoziationen, die sich beim Hören einstellen, nicht so geplant. Sicher ist nur, dass diese Musik Assoziationen weckt: So klassisch-avantgardistisch sie geschrieben ist, so bildhaft klingt sie.

«Gesti» war einst ein Paradestück des kürzlich verstorbenen Frans Brüggen, und es ist ein zentrales Werk für all jene Blockflötisten geworden, die sich nicht aufs barocke Repertoire beschränken mögen. Also auch für Madeleine Imbeck aus Muttenz, die an der Basler Schola Cantorum studiert hat und im alten wie im zeitgenössischen Repertoire gleichermassen zu Hause ist. Was ziemlich kompliziert ist in diesem Stück – die Kombination von Stimme und Flötenton, die Kontrolle des Atems und der Finger, das Zusammenfügen der diversen Elemente zu einem Ganzen –, klingt verblüffend natürlich bei ihr.

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