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Klassiker der Woche: Etüde eines Geschmähten

Mit Carl Czernys Werken haben viele Klavier spielen gelernt. Eine Katastrophe, fand Robert Schumann.

«Hätte ich Feinde, nichts als solche Musik gäb ich ihnen zu hören, um sie zu vernichten»: So schrieb einst Robert Schumann, und mit «solcher Musik» meinte er die Werke seines Lieblingsgegners Carl Czerny (1791–1857).

Dabei war diese Musik gar nicht so schlecht, es gibt durchaus Übleres. Czerny mochte zwar jene Poesie abgehen, ohne die für Schumann keine Kunst möglich ist; aber er hatte andere Qualitäten. Als Schüler von Beethoven hatte er sein Handwerk gründlich gelernt, als Lehrer von Liszt verstand er, es weiterzugeben. Und gerade seine Etüden haben anderen Etüden manches voraus: Sie machen nämlich oft Spass.

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