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Anna Netrebko verzichtet auf Japan-Tournee – aus Angst

Die Star-Sopranistin Anna Netrebko hat wegen des Atomunfalls in Japan eine Konzertreise durch das Land kurzfristig abgesagt.

Angst, die Fans zu enttäuschen: Anna Netrebko.
Angst, die Fans zu enttäuschen: Anna Netrebko.
Keystone

Auch der maltesische Tenor Joseph Calleja habe abgesagt, teilte die New Yorker Metropolitan Opera am Dienstag mit. Die aus der südrussischen Stadt Krasnodar stammende Netrebko begründete ihre Absage den Angaben zufolge mit «der emotionalen Bürde, auch die Tragödie von Tschernobyl erlebt zu haben».

Sie habe befürchtet, daher auf der Bühne nicht ihr Bestes geben zu können und ihre japanischen Fans zu enttäuschen. Die Musiker der Met waren am Montagabend in der zentraljapanischen Stadt Nagoya eingetroffen, sie wollen ab Samstag zwei Wochen durch das Land touren.

Durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 waren weite Teile Europas verstrahlt worden. Am 11. März hatten ein schweres Erdbeben und ein anschliessender Tsunami im Nordosten Japans einen folgenschweren Atomunfall im Kraftwerk Fukushima ausgelöst, durch den radioaktive Strahlung freigesetzt wurde.

«Alles kann in der vulkanischen Welt der Oper passieren, und mit dieser Tournee ist anscheinend unser Vulkan zeitweise ausgebrochen», erklärte Met-Generaldirektor Peter Gelb. «Während wir mit denen mitfühlen, die sich gezwungen gesehen haben abzusagen, sind wir besonders den Stars dankbar, die an unserer Seite zur Unterstützung der Met und des japanischen Volkes» touren.

AFP/dj

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