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Millionen für Kulturpreise statt für Künstler

Gut 6 Millionen Franken gibt die Schweiz für Kunst- und Filmpreise aus. Ein grosser Teil davon für Preisverleihungen und Werbung.

Grosses Theater in Lugano: Schauspielerin Ursina Lardi erhält von Alain Berset den mit 100'000 Franken dotierten Hans-Reinhart-Ring. Foto: Keystone
Grosses Theater in Lugano: Schauspielerin Ursina Lardi erhält von Alain Berset den mit 100'000 Franken dotierten Hans-Reinhart-Ring. Foto: Keystone

Thomas Hirschhorn ist für Schweizer Verhältnisse ein Superstar: Fast allen im Land ist das 62-jährige Enfant terrible ein Begriff. Spätestens seit seiner Ausstellung im Centre culturel suisse in Paris, in der er ein Foto Christoph Blochers bepinkeln liess.

2018 erhielt Hirschhorn auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission für sein Lebenswerk den Schweizer Grand Prix Kunst, dotiert mit 40'000 Franken. Hinzu kam ein 5-minütiges Videoporträt, das beim Besuch in Hirschhorns Atelier gedreht wurde. Auch die anderen beiden Künstler, die 2018 einen Grand Prix Kunst bekamen – der Architekt Luigi Snozzi und die Künstlerin Sylvie Fleury – wurden filmisch porträtiert. Kostenpunkt: 36'000 Franken für drei Videos à 5 Minuten, also fast so viel wie Hirschhorn als Preis für sein Lebenswerk erhielt.

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