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«Mein Gott, diese Hingabe!»

Regisseur Martin Provost ist fasziniert von der wilden Kreativität der Schriftstellerin Violette Leduc (1907–1972). In seinem Film «Violette» erzählt er von einer Frau, die geradezu zwanghaft ihr Leben blosslegte.

Von Christoph Schneider
Eindringliche Bilder von Einsamkeit und Schmerz: Emmanuelle Devos als Violette Leduc. Foto: Xenix Film
Eindringliche Bilder von Einsamkeit und Schmerz: Emmanuelle Devos als Violette Leduc. Foto: Xenix Film

Der französische Filmregisseur Martin Provost ist ein Mann von gesprächiger Freundlichkeit und klarsichtiger Vernunft. Was trieb so einen dazu, sich zu befreunden mit einer verstorbenen Künstlerin von verrückter Kreativität, die einem die Freundschaft auch postum nicht leicht macht? Sich zu verlieben sogar in ihre Besessenheiten und in ihre Kunst, die nicht aus dem denkenden Kopf kam, sondern aus den unvernünftigen Seeleneingeweiden? So war das bei Violette Leduc aus Arras (1907–1972), der Schriftstellerin, die eine war, bevor sie es wusste und wurde im mittleren Alter. Und so zeigt Provosts biografischer Spielfilm «Violette» diese Frau: wie sie ihre Werke ohne stilistische Skrupel und ohne Rücksicht auf sich selbst erbrach und in die Welt schleuderte.

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