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Eine aufwühlende Spurensuche auf verbrannter Erde

Im kanadischen Spielfilm «Incendies» verstrickt sich eine junge Frau in der Vergangenheit ihrer Mutter.

Auf der Suche nach dem totgeglaubten Vater: Mélissa Désormeaux-Poulin gerät als Jeanne in ein zerrüttetes Land.
Auf der Suche nach dem totgeglaubten Vater: Mélissa Désormeaux-Poulin gerät als Jeanne in ein zerrüttetes Land.
PD

Ein Satz, der blutet: «Die Kindheit ist ein Messer in der Kehle. Man zieht es so leicht nicht heraus.» Wer auch nur halbwegs in geordneten Verhältnissen aufwachsen durfte, wird das für eine drastisch überzogene Sicht der Dinge halten. Am Ende von «Incendies» aber kann man mindestens erahnen, wie sich das anfühlen muss, wenn einem die Kindheit als Messer in der Kehle steckt. Damit ist klar: Ein Wohlfühlfilm ist das nicht. Aber wer das Kino nur als Entspannungsbad besucht, verpasst hier eine fesselnde Parabel von erbarmungslosem Trost. Und eine aufwühlende Spurensuche auf verbrannter Erde, aus der sich nach und nach eine Familientragödie von durchaus antiken Dimensionen entfaltet.

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