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Ein Münchner im Filmhimmel

Der deutsche Regisseur Helmut Dietl ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Christoph Schneider
Die deutsche Antwort auf Woody Allen: Helmut Dietl am deutschen Filmpreis 2014.
Die deutsche Antwort auf Woody Allen: Helmut Dietl am deutschen Filmpreis 2014.
Michael Kappeler, Keystone

Er war ein Grosser seiner Kunst, Bayern war seine Welt, und ihr Nabel war München. Und wo beginnt nun die Erinnerung? Gewiss kann mans nachlesen, dass Helmut Dietl schon in seiner zweiten Fernsehserie, «Der ganz normale Wahnsinn» (1979/80), so etwas geschaffen habe wie «die deutsche Antwort auf Woody Allen» und mit der Hauptfigur ein Rollenmodell der intellektuellen Neurotik (ach ja, dieser feine Towje Kleiner, der lang schon tot ist). Aber die wirkliche Herzens- und Gedächtniswärme erzeugte doch erst der «Monaco Franze» (Helmut Fischer, auch er ist seinem Regisseur vorausgestorben), der ewige Stenz und windige Münchner, von dem man in den frühen Achtzigern im Fernsehen lernte, dass «ein bisserl was» immer geht.

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