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Das sind die Oscar-Anwärter

Steven Spielbergs «Lincoln» heimst 12 Nominierungen ein, der Schweizer Beitrag scheidet aus. Insgesamt ist der ausgewählte Filme-Mix sehr erfreulich.

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Schweizer Beitrag «Winterdieb» von Ursula Meier ist aus dem Rennen um den Auslandsoscar ausgeschieden. Keine solchen Probleme hatte natürlich Steven Spielberg. Mit 12 Nominierungen ist sein Biopic «Lincoln» der grosse Favorit für die kommenden Oscarverleihungen. Ang Lees «Life of Pi» kam auf 11 Nominierungen.

Die Komödie «Silver Linings Playbook» darf mit acht Nominierungen als Überraschungserfolg gewertet werden. Ebenso wie die fünf Nominierungen für Michael Hanekes Alterdrama «Amour», unter anderem in den Kategorien Bester Film, Bester Ausländischer Film und Bester Regisseur. Quentin Tarantinos «Django Unchained» und Kathryn Bigelows «Zero Dark Thirty» heimsten weniger Nominierungen ein, als erhofft - sind allerdings beide für den besten Film nominiert. Die Nichtberücksichtigung in der Kategorie Beste Regie dürfte indes weh tun.

Die Auswahl der nominierten Filme ist, wenn auch thematisch ein bisschen terror- und depressionslastig, ziemlich erfreulich. Seit Jahren hat man keinen derart bunten Mix an Nominierungen mehr gesehen. Von erbauend («Lincoln») über knallig («Django Unchained») hin zu ungestüm («Beasts of the Southern Wild») ist in der Hauptkategorie alles dabei, dank Michael Haneke sogar ein europäischer Arthouse-Film. Mit Emmanuelle Riva und Quvenzhané Wallis hat man auf dem Roten Teppich ausserdem ein hübsches Paar zu präsentieren. Die eine ist mit 85 Jahren die älteste je Nominierte, die anderen mit neun Jahren die Jüngste.

Nun haben die 5783 stimmberechtigten Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vier Wochen Zeit, ihre Favoriten zu bestimmen. Die Oscars werden am 24. Februar in Hollywood zum 85. Mal vergeben. Zum ersten Mal steht Seth MacFarlane als Moderator auf der Bühne. Der Schauspieler und Komiker hat bereits bei der normalerweise trockenen Nominierungspräsentation ziemlich Gas gegeben - so kündigte er «Amour» so an: «Eine deutsch-österreichische Koproduktion. Die letzte war Hitler, aber die hier ist viel besser.»

Die Nominierten in den Hauptkategorien sind:

Bester Film: Beasts of the Southern Wild Silver Linings Playbook Zero Dark Lincoln Les Miserables Life of Pi Amour Django Unchained Argo

Bester Hauptdarsteller: Bradley Cooper («Silver Linings Playbook») Daniel Day-Lewis («Lincoln») Hugh Jackman («Les Misérables») Joaquin Phoenix («The Master») Denzel Washington («Flight»)

Beste Hauptdarstellerin: Jessica Chastain («Zero Dark Thirty») Jennifer Lawrence («Silver Linings Playbook») Emmanuelle Riva («Amour») Quvenzhané Wallis («Beasts of the Southern Wild») Naomi Watts («The Impossible»)

Bester Regisseur: Michael Haneke («Amour») Bernh Zeitlin («Beasts of the Southern Wild») Ang Lee («Life of Pi») Steven Spielberg («Lincoln») David O. Russell («Silver Linings Playbook»)

Bester Nebendarsteller: Alan Arkin («Argo») Robert De Niro («Silver Linings Playbook») Philip Seymour Hoffman («The Master») Tommy Lee Jones («Lincoln») Christoph Waltz («Django Unchained»)

Beste Nebendarstellerin: Amy Adams («The Master») Sally Field («Lincoln») Anne Hathaway («Les Misérables») Helen Hunt («The Sessions») Jacki Weaver («Silver Linings Playbook»)

Bester fremdsprachiger Film: «Amour» (Österreich) «En kongelig affære» (Dänemark) «Kon-Tiki» (Norwegen) «Rebelle» (Kanada) «No» (Chile)

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