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Applaus und Tragik eröffnen die Berlinale

Mit dem Western «True Grit» haben die amerikanischen Regiebrüder Joel und Ethan Coen am Donnerstagabend die 61. Berlinale eröffnet. Die Eröffnungsgala wurde jedoch überschattet.

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Feierlicher Eröffnungsakt: Festival-Direktor Dieter Kosslick und Jurypräsidentin Isabella Rossellini.
Feierlicher Eröffnungsakt: Festival-Direktor Dieter Kosslick und Jurypräsidentin Isabella Rossellini.
Keystone

Neben den Coens waren zum Festivalstart auch die Hauptdarsteller Jeff Bridges, Hailee Steinfeld und Josh Brolin gekommen. Die 1600 Zuschauer im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz nahmen den Film mit viel Applaus auf.

«True Grit» (Echter Schneid) erzählt von der Farmerstochter Mattie (Steinfeld), die zusammen mit dem versoffenen Marshall Cogburn (Bridges) auf der Suche nach dem Mörder (Brolin) ihres Vaters ist.

Ausreiseverbot

Überschattet war die Eröffnungsgala vom Fehlen des iranischen Jurymitglieds Jafar Panahi. Der in seiner Heimat zu einer sechsjährigen Haftstrafe und 20 Jahren Ausreiseverbot verurteilte Regisseur schickte eine Botschaft, die Jurypräsidentin Isabella Rossellini verlas.

Panahi schrieb: «Die Wirklichkeit ist, dass mir ohne Prozess seit fünf Jahren das Filmemachen untersagt wird. Jetzt wurde ich offiziell verurteilt und darf auch in den nächsten 20 Jahren keine Filme realisieren.»

Panahi weiter: «Aber sie können mich nicht davon abhalten zu träumen, dass in 20 Jahren die Verfolgung und die Einschüchterung durch Freiheit und freies Denken ersetzt sein wird.»

400 Filme aus 58 Ländern

Knapp 400 Filme aus 58 Ländern zeigt die Berlinale dieses Mal. Im Rennen um den Goldenen Bären sind 16 Produktionen aus aller Welt. Auch zwei deutsche Regisseure sind dabei: Dokumentarfilmer Andres Veiel («Black Box BRD») zeigt «Wer wenn nicht wir» über die Vorgeschichte der RAF. Ulrich Köhler («Montag kommen die Fenster») geht bereits am Samstag mit dem Entwicklungshelfer-Drama «Schlafkrankheit» an den Start.

(SDA)

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