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«Für mich wirkt diese Begründung wie ein Witz»

Die «New York Times» verzichtet in Zukunft auf politische Cartoons und entlässt ihren Schweizer Karikaturisten Patrick Chappatte. Der zeichnet ein düsteres Bild.

Die «New York Times» verzichtet fortan ganz auf politische Karikaturen. Foto: AFP
Die «New York Times» verzichtet fortan ganz auf politische Karikaturen. Foto: AFP

Herr Chappatte, dass die «New York Times» Sie und Heng Kim Song nicht mehr als politische Cartoonisten beschäftigt und den täglichen politischen Cartoon komplett einstellt, hat heftige Kritik ausgelöst. Auch Sie betrachten das als Alarmzeichen.

Wir sollten aufwachen! Die Medien haben offenbar noch keinen Weg gefunden, mit den sozialen Medien und ihren Empörungsmechanismen, ihrer Shitstorm-Dynamik umzugehen. Sie tun ihren Job nicht – nämlich Dinge einzuordnen, von allen Seiten zu beleuchten, zu analysieren und zu differenzieren –, sondern sie verhalten sich hilflos und wählen den Weg des geringsten Widerstandes. Lieber keine Cartoons mehr, das ist sicherer.

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