Zum Hauptinhalt springen

TV-Kritik: Let it be

Der «Club» diskutierte gestern über die Bürgerschreck-Bands Stones und Beatles. Die Runde erinnerte in ihrer nostalgischen Gemütlichkeit allerdings eher an einen Schlager.

Wer in den 60er- oder 70er-Jahren zur Schule ging, kennt die Kardinalfrage jedes Pausenhofs: Bist du Beatles- oder Stones-Fan? Gestern diskutierte der «Club» dieses Thema. Hat jemand Sommerloch gesagt? Nicht unbedingt: Die beiden Bands legten Karrieren hin, wie sie heute nicht mehr vorstellbar sind. Seit 50 Jahren sind die Stones im Geschäft. Die Beatles, obwohl schon lange aufgelöst, haben bis dato 1,3 Milliarden Tonträger verkauft.

«Wer sich an die Sechzigerjahre erinnern kann, hat sie nicht erlebt», lautet ein gern zitiertes Bonmot. Es ist offenbar falsch. Denn die Runde, die damals ja im Auge des wummernden Taifuns war, erinnerte sich an viele, viele Details. An Haarlängen, Schlangenlederschuhe, Oswald-Kolle-Filme. Wer wieso die Schule abbrach, wessen Eltern welchen Berufen nachgingen, wann das erste Mikrofon gekauft wurde. Das war sympathisch, aber alle Zuschauer, die nach 1950 geboren wurden, kratzten sich da wohl am Kopf: Wieso muss ich das wissen?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.