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TV-Kritik: Ein himmlisches Durcheinander

Der gestrige «Tatort» aus Berlin brachte das Kunststück fertig, Krimi, Krebs und Party unter einen Hut zu bringen.

«Berlin wird vielleicht eines Tages die Hauptstadt von Deutschland werden», sagte Balzac, «aber immer wird es die Hauptstadt der Langeweile sein.» Mit dem zweiten Teil sollte er unrecht behalten. Jedes Wochenende feiern in Berlin junge Leute aus ganz Europa, bis die letzte After Hour wieder ins nächste Wochenende mündet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis der «Tatort», bekanntlich stets um Milieuauthentizität bemüht, diesen Umstand aufgriff.

Statt aufwendig in Clubs zu filmen, nahm man eine kühne Abkürzung und brach die Partyszene auf Drogendealer und -Konsumenten (Merkmal: Sonnenbrille) herunter. Sie alle rannten einer neuen Designerdroge namens Heaven nach, die als Haarmittel durchgeht und deshalb nicht auf dem Index steht. Zumindest bis der Hersteller der Droge tot aufgefunden wurde. Die Ermittler Till Ritter und Felix Stark übernahmen den Fall und wurden dabei von Drogenfahnderin Melissa Mainhard unterstützt.

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