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Triplecork Cab 720 Nosegrab Front Side

Die neue olympische Snowboarddisziplin Slopestyle stellt Moderatoren und Zuschauer vor linguistische Herausforderungen.

Zensur in Sotschi! Doch nicht Putin oder fiese Funktionäre stehen in der Kritik, sondern ausgerechnet die für ihre Ausgewogenheit berühmte BBC. Als der englische Snowboarder Billy Morgan in einem Live-Interview «Fuck» sagte, schnitt der Sender die Passage raus. Morgan hatte allerdings nicht «Fuck» gesagt, sondern «Huck» – der Fachausdruck für einen besonders flamboyanten «Run».

Ja, die Snowboardersprache ist kompliziert. Davon zeugten auch die Slopestyle-Rennen vom Wochenende. Der Amerikaner Sage Kotsenburg gewann da den Herrenfinal mit einem Sprung namens «1620 Japan Air Mute Grab». «1620» entspricht viereinhalb Körperdrehungen (4 x 360 Grad + 180 Grad). «Japan Air» bezeichnet den eigentlichen Sprung, seinen Namen bekam er durch den japanischstämmigen Skateboarder Lester Kasai. «Mute Grab» wiederum ist die Handbewegung während des Sprungs: Der Fahrer berührt mit der vorderen Hand die Vorderkante seines Bretts zwischen seinen Füssen. Der Begriff geht auf den hörbehinderten Skater Chris Weddle zurück.

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