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Tanz den Adolf Hitler!

Star-Höhepunkt in Cannes: Zur Premiere des Naziwesterns «Inglourious Basterds» schritten Brad Pitt, Angelina Jolie und Sharon Stone über den roten Teppich. Und Regisseur Quentin Tarantino wagte ein Tänzchen.

Emotionen gehören auf die Leinwand. Aber nicht nur. Ein wandelnder Kino-Kochtopf wie Quentin Tarantino muss seinem Überdruck dadurch Ausdruck verleihen, dass er mit Darstellerin Mélanie Laurent über den roten Teppich in Cannes tanzt, zur Pressekonferenz ein Gläschen Champagner kredenzt und in die Umgebung strahlt wie ein bekiffter Pfingsthase.Halb Western, halb Farce«Inglourious Basterds», Tarantinos unter Höchstdruck fertiggestellte Naziskalp-Jagd in Frankreich, gefällt als ausufernde Dialog-Spielwiese, auf der das Dritte Reich durch die Macht des Kinos in die Knie gezwungen wird. Historische Fakten und logische Zusammenhänge sind zweitrangig. Als halber Western und halbe Farce überzeugt das zweieinhalbstündige Monstrum vor allem dank dem Österreicher Christoph Waltz als zuvorkommendem SS-Fiesling Hans Landa. «Ohne ihn», gesteht Tarantino, «hätte ich diesen Film nicht gemacht» – wofür ihn Waltz umgehend abküsst. Gute Figur macht auch das internationale Starensemble um Brad Pitt, Mike Myers, Diane Kruger und Til Schweiger. Sie sind entweder auf Undercover-Operationen (Kruger) oder wie bei der von Pitt angeführten «Basterds»-Truppe auf Naziskalp-Jagd spezialisiert. Und beim grossen Finale in einem Pariser Lichtspielhaus geht ein Berg von Filmkopien in Flammen auf.Angelina und BradDie Fans in Cannes sind begeistert. Pitt schreibt am roten Teppich Autogramme ohne Ende und geleitet eine im tief ausgeschnittenen Rosakleid tattoo-tapeziert aussehende Angelina Jolie zum Festivalpalais. Gäste wie Rob Pattinson, der gerne einen Tarantino-Killer spielen würde, und Sharon Stone im kurzen Schwarzen mit fächerartiger Schleppe komplettieren die illustre Starparade – die grösste, die Cannes dieses Jahr zu bieten hat.

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