«Ich will mein Schwert!»

Es wird wieder gemordet, gefoltert und intrigiert: Heute startet die Fantasy-Serie «Game of Thrones» in die siebte Staffel. Der britische Schauspieler Kit Harington (30) verrät, was auf seine Figur Jon Snow zukommt.

Der offizielle Trailer zur siebten Staffel von «Game Of Thrones». Video: Youtube/GameofThrones


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Die siebte und vorletzte Staffel von «Game of Thrones» ist eben angelaufen. Dürfen Sie schon etwas über die Handlung ver­raten?
Kit Harington: Diese Staffel ist drastisch anders. Wir machen ja langsames Fernsehen, wo sich die Wege gewisser Figuren nie kreuzen. Aber jetzt ist es so weit: Es gibt Aufeinander- und Wiedertreffen, auf die man lange gewartet hat. Ich kann natürlich nicht verraten, welche. Aber es geht jetzt Schlag auf Schlag.

Wo treffen wir Ihre Figur Jon Snow wieder?
Er ist jetzt König des Nordens – ein stolzer Moment für ein uneheliches Kind, aus dem nie etwas hätte werden sollen. Er ist jetzt ein Mann mit einer Mission, auf den man achten muss. Es gibt Auseinandersetzungen mit seiner Schwester. Und mit Zombies und Untoten! Er hat also immer noch Probleme. Wie alle. In «Game of Thrones» ist ja niemand wirklich happy (lacht).

Zumindest vor der Kamera. Was sind Ihre schönsten «Game of Thrones»-Erinnerungen hinter der Kamera?
Ich habe meine Freundin (Rose Leslie, die Ygritte spielte, Anm. der Red.) bei «Game of Thrones» kennen gelernt. Meine besten Erinnerungen sind also von den Dreharbeiten der zweiten Staffel in Island, wo wir uns trafen. Ich mag auch die jetzige Staffel sehr, weil ich mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten konnte, die ich entweder noch nie oder lange nicht mehr gesehen habe.

Sie waren Anfang 20, als die erste Klappe fiel. Jetzt sind Sie 30. Sind Sie mit der Serie erwachsen geworden?
Ja, ich hatte früher Mühe, berühmt zu sein. Mit 28 hat sich dann bei mir etwas verändert. Bei Frauen kommt dieser Moment wohl früher, aber Männer werden um 28, 29 herum erwachsen. Ich fühle mich jedenfalls nicht mehr wie ein junger Mann. Mit 30 kommen die interessanten Rollen, ich wünschte, bei den Frauen wäre es auch so, aber da scheinen die Autoren zu denken, sie haben in diesem Alter Kinder und darüber brauche man nichts zu schreiben. Das muss sich ändern, denn dieses Alter ist für Männer sowie für Frauen interessant.

Sie gehen ja jetzt selbst unter die Autoren...
Ja, ich schreibe einen Kurzfilm und mit einem Freund an einer TV-Serie. Meine Mutter hat Stücke geschrieben, und mein Vater hat eine der grössten Privatbibliotheken, die ich je gesehen habe. Ich bin mit Büchern und Theater aufgewachsen. Wir gingen einmal die Woche in eine Vorstellung. Ich liebte es, mein Bruder hasste es. Jetzt will ich es auch mit Schreiben versuchen sowie mit Produzieren und Inszenieren – aber nicht alles auf einmal.

Und die Schauspielerei?
Die gebe ich nicht auf, aber ich sehe mich nach wie vor nicht besonders gerne auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm. Beim ersten Mal habe ich fast geheult, denn ich dachte, ich hätte viel besser gespielt.

Nach der achten Staffel soll Schluss sein mit «Game of Thrones». Könnten Sie sich vorstellen, in einem Spin-off oder einem allfälligen «Game of Thrones»-Film aufzutreten?
Ich sehe ein, dass der TV-Sender weitermachen will. «Breaking Bad» hat auch eine tolle Fortsetzungsserie fertiggebracht. Aber wenn ich fertig bin, bin ich fertig. Plus: Ich denke nicht, dass Jon Snow die achte und letzte Staffel überlebt. Diesmal wirklich! Aber das ist reine Spekulation, denn niemand weiss derzeit, wie es ausgehen wird.

Sie haben einmal gesagt, dass sie sich am Ende der Serie zusammen mit anderen Darstellern tätowieren lassen...
Es gibt unter sieben oder acht Darstellern, die seit Beginn dabei sein, die Abmachung, dass wir uns zusammen mit den Serienmachern David Benioff und Dan Weiss alle die gleiche Tätowierung stechen lassen. Voraussetzung ist, dass es unsere Figuren bis zum Serienende schaffen. Aber ich werde dafür sorgen, dass David und Dan zuerst ins Tätowierstudio gehen müssen, denn ich bin sicher, dass sie kneifen werden!

Was werden Sie ausser den Freundschaften und Erfahrungen von «Game of Thrones» mit nach Hause nehmen?
Ich will nur eines: Mein Schwert! Das habe ich schon nach der ersten Staffel gesagt, und da hiess es noch: «Ja klar!» Aber mit der Popularität der Serie ist der Wert des Schwerts auf ein paar Hunderttausend Pfund gestiegen. Und jetzt heisst es höchstens noch: «Wir werden sehen.» Vielleicht kriege ich eine Kopie...

Siebte Staffel «Game of Thrones»: Ab heute auf dem Privatsender Sky. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.07.2017, 11:44 Uhr

Ein Schneemann auf dem Thron?

Die Zukunft seiner Figur Jamie Lannister sieht Nikolaj Costa-Waldau (46) in einem Altersheim. Für die siebte Staffel musste der dänische Schauspieler härter arbeiten.

«Das hat wohl auch damit zu tun, dass weniger von uns am Leben sind.» So erklärt sich Nikolaj Costa-Waldau, der in «Game of Thrones» den Ritter Jaime Lannister spielt, warum die Darsteller für die neuen Folgen länger vor der Kamera stehen mussten. Dies, obwohl die vorletzte Staffel sieben Episoden umfasst und somit kürzer ist als die Vorgänger.

Der dänische Schauspieler nimmt sich im Vorfeld der Staffelpremiere in Los Angeles Zeit, ein paar dringende Fragen zu beantworten. Etwa, wen er sich am Schluss von «Game of ­Thrones» auf dem titelgebenden Thron vorstelle. «Daenerys hatte doch mal einen Traum von einem kaputten Thron im Schnee...

Wenn die verschiedenen Familien nicht bald alle zusammenkommen und die Thronfolge untereinander ausmachen, wirds wohl ein Schneemann sein.» Das Ende seiner Figur Jaime, die vor allem durch die Liebesbeziehung zur eigenen Schwester für Aufregung sorgt, sieht Costa-Wald­au «im Bett eines Lannister- Altersheims im Alter von 89 Jahren».

Genug Zeit also für eine Fortsetzung: Die Spin-off-Idee von Co-Star Gwendoline Christie, welche die taffe Königsgardistin Brienne verkörpert, würde Costa-Waldau gefallen: «Die Serie hiesse ‹The Braime Bunch›, eine Sitcom-Mischung aus ‹The Brady Bunch› und ‹Modern Family›, in der Brienne und Jaime mit sieben Kindern den Alltag meistern.» mva

Kampfbereit: Jaime Lannister (Mitte), gespielt von Nikolaj Costa-Waldau. (Bild: zvg/HBO)

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