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Erster Schweizer bei «The Taste»

Dieses Jahr ist bei der Kochshow «The Taste» erstmals auch ein Schweizer Kandidat dabei. Der 29-jährige Joel Kraaz aus Luzern kocht in der ersten Folge der neuen Staffel um die Gunst der vier Coaches.

Stellt sich der Hersausforderung: Als Kandidat bei «The Taste» hat Joel Kraaz nur 60 Minuten Zeit, ein Gericht zuzubereiten, das die Coaches bei der Blindverkostung überzeugt.
Stellt sich der Hersausforderung: Als Kandidat bei «The Taste» hat Joel Kraaz nur 60 Minuten Zeit, ein Gericht zuzubereiten, das die Coaches bei der Blindverkostung überzeugt.
Benedikt Müller

«The Taste», wer beim Namen der Fernsehkochshow gleich an das Castingformat «The Voice» denken muss, liegt gar nicht so falsch. Denn bei beiden Shows spielen Faktoren wie Alter, Aussehen oder Erfahrung der Kandidaten keine Rolle. Was zählt, ist einzig und allein die Leistung vor Ort. Nur wird bei «The Taste» nicht um die Gunst der vier Coaches gesungen, sondern gekocht.

Geheimnisvoller Anruf

Sat 1 startet morgen Mittwoch bereits die fünfte Staffel des Formats. Mit dabei ist dieses Jahr zum ersten Mal auch ein Schweizer Koch: Joel Kraaz betreibt im luzernischen Neuenkirch sein eigenes Cateringunternehmen Kitchen Kraaz, mit dem er in der ganzen Schweiz unterwegs ist. Zudem ist der 29-Jährige auch als Gast- und Privatkoch tätig.

Seine Teilnahme bei «The Taste» war nicht geplant und entstand spontan: «Ich erhielt einen geheimnisvollen Anruf, dass ich eingeladen sei zum Casting und zum Probekochen in München», erzählt Joel Kraaz.

Wie die Leute vom Deutschen Fernsehen auf ihn aufmerksam geworden sind, weiss er nicht genau: «Vermutlich haben sie meinen Auftritt im ‹Beef Club› auf Sat 1 Schweiz gesehen.» Dieses Kochduell konnte Kraaz übrigens für sich entscheiden.

Kein Schweizerdeutsch

Nach dem unverhofften Anruf musste der Luzerner Koch beim TV-Sender ein kurzes Video von sich einreichen. Wichtigster Punkt dabei, bloss nicht Schweizerdeutsch reden: «Sie wollten sehen, ob mein Hochdeutsch tauglich für das Deutsche Fernsehen ist», sagt Joel Kraaz.

Der 29-Jährige, der schon in Häusern wie dem Gstaad Palace oder im Dolder Grand in Zürich gearbeitet hat, kocht mit viel Liebe und Leidenschaft: «Ich wollte nie etwas anderes als Koch werden.» Mit seinem rockigen Styling und einem kleinen, tätowierten Anker im Gesicht fällt er auch optisch auf.

Joel Kraaz ist einer von vierzig Kandidaten, darunter sowohl Hobby- als auch Profiköche, die es in die erste Folge geschafft haben. Jeder von ihnen muss innerhalb von nur 60 Minuten in der Studioküche ein herausragendes Gericht zubereiten und auf vier Löffeln anrichten.

Nach jeder Runde, in der ein Löffelgericht blind verkostet wurde, entscheidet die Jury, bestehend aus Cornelia Poletto, Alexander Herrmann, Frank Rosin und Roland Trettl, ob sie den Kandidaten in ihrem Team haben wollen.

Alte Bekannte

Interessieren sich mehrere Coaches für einen Anwärter, darf dieser selbst entscheiden, in wessen Team er sein möchte. Sollte Joel Kraaz in diese Situation kommen, hat er einen klaren Favoriten unter den Juroren: den Südtiroler Koch und Autor Roland Trettl.

Zehn Jahre lang war dieser das Aushängeschild des Salzburger Restaurants Ikarus im Hangar-7. Auch Joel Kraaz hat schon einmal gemeinsam mit ­Roland Trettl gekocht: «Er ist ein grosses Vorbild für mich, nicht nur als Gastronom, sondern auch menschlich mit seiner sympathischen Art», sagt Joel Kraaz.

Sein Vorbild überzeugen will er mit einem ausgewogenen Löffel mit verschiedenen Strukturen: «Ich serviere den Coaches Lasagne vom Saibling mit Kohlrabi und Macadamia-Papaya-Dressing.»

Insgesamt zwanzig Plätze sind in den ersten zwei Folgen von «The Taste» zu vergeben. Anschliessend kochen die Teams dann in Challenges gegeneinander. Ob der einzige Schweizer im Rennen wohl auch dabei sein wird?

«The Taste»: ab Mittwoch, 11. Oktober, 20.15 Uhr, Sat 1.

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