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«Dallas»-Fiesling Larry Hagman gestorben

Mit 81 Jahren ist der berühmte J.R.-Darsteller Larry Hagman in Dallas gestorben. Mit seiner Rolle erreichte er Kultstatus. Hagman war an Krebs erkrankt.

Die Rolle als J.R. Ewing machte ihn weltberühmt: Der US-Schauspieler Larry Hagman. (8. Juni 2010)
Die Rolle als J.R. Ewing machte ihn weltberühmt: Der US-Schauspieler Larry Hagman. (8. Juni 2010)
Reuters

Larry Hagman ist tot. Der Schauspieler, der als skrupelloser J.R. Ewing in der Fernsehserie «Dallas» weltberühmt wurde, starb gestern Nachmittag in einem Spital in Dallas, wie die «Dallas Morning News» unter Berufung auf die Familie des Schauspielers berichtete.

Hagman wurde 81 Jahre alt. Zuletzt hatte er in der Neuauflage der Serie aus den Achtzigern wieder die gleiche Rolle gespielt: Den intriganten Ölmann, der seinen treuherzigen Bruder Bobby austricksen will. «Larry war zurück in seinem geliebten Dallas, wo er wieder die Kultrolle spielte, die er am meisten geliebt hat», zitiert die Zeitung die Familie. Auch in der bekannten Fernsehserie «Bezaubernde Jeannie» hat er mitgespielt: Dort gab er den Astronauten Tony Nelson.

«Dallas» war eine der erfolgreichsten Serien der TV-Geschichte. Seit 1978 konnte das Fernsehpublikum sein Leben mit den Ewings teilen, die zwei grosse amerikanische Werte repräsentierten: Reichtum und Familie. Immer neue Intrigen wurden auf dem familiärem Stammsitz, der luxuriösen Southfork-Ranch, gesponnen. Auf Geschäftserfolge folgten Pleiten, Eheglück und Liebesleid standen in den insgesamt mehr als 350 Folgen in steter Wechselbeziehung.

Friedlicher Abschied

«Larrys Familie und enge Freunde haben mit ihm das Erntedankfest in Dallas verbracht. Als er ging, war er von seinen Lieben umgeben. Es war ein friedlicher Abschied, genau wie er es sich gewünscht hatte.» Die Familie bat um Privatsphäre.

Hagman hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er Krebs hat. Dennoch spielte er in der neuen Serie «Dallas» wieder die gleiche Rolle wie zuletzt zwei Jahrzehnte zuvor – nur noch etwas raffinierter. Privat war er vom fiesen Ölbaron weit entfernt: Freunde schildern ihn als warmherzig und witzig. Und an Öl glaubte er auch nicht: Hagman machte Werbung für Solarenergie.

Hagman wurde am 21. September 1931 in Fort Worth in Texas als Sohn der Schauspielerin Mary Martin und des Rechtsanwalts Benjamin Hagman geboren. Erste Erfahrungen als Schauspieler machte er in dem Musical «South Pacific» an der Seite seiner Mutter in Europa. Später trat er dann auch am Broadway in New York in Produktionen auf. In Hollywood schaffte er in den 60er Jahren seinen Durchbruch in der Fernsehserie «Bezaubernde Jeannie». Ab 1978 wurde er mit «Dallas» weltbekannt. In den vergangenen Jahren war er unter anderem auch in «Desperate Housewives» zu sehen.

Er war mit der aus Schweden stammenden Maj Axelsson verheiratet, das Paar hat zwei Kinder. Seine Frau litt zuletzt an Alzheimer, Hagman selbst erhielt 1995 nach langjährigem Alkoholmissbrauch eine neue Leber.

sda/dapd/AFP/rbi

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